Metaebene online-Recherche: Übersicht zu sozialwissenschaftlichen Studien zum Internet

Montag 5. Mai 2008 von admin

Es gibt nun eine wunderschöne Übersicht über Studien zum Thema Internet: Das Recherche Spezial 04/2008: Ein Überblick über aktuelle sozialwissenschaftliche Forschung zur Thematik „Generation Online: Medienkompetenz und Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen“ - herausgegeben von der Gesellschaft Sozialwissenschaftlicher Infrastruktureinrichtungen (GESIS).

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Generation Google: alles andere als fit fürs Netz! - und die Konsequenz für den Reli-Unterricht

Freitag 2. Mai 2008 von admin

Generation google
Eine aktuelle Studie der Sheffield University zur Google Generation (alles nach 1993) sorgt für Aufsehen: Demnach sind 20% der Jugendlichen digitale Dissidenten, 57% nutzen das Internet kaum was den Umgang mit Suchmaschinen und Informationsquellen angeht. Entgegen der Ansicht, die Jugendlichen hätten das Wissen um die neuen Technologien mit der Muttermilch aufgesogen, zeigt die Studie besorgniserregende Unkenntnis im Umgang mit Informationen im/aus dem Internet.

Wenn das Internet genutzt wird, dann nur oberflächlich, wie die Studienautoren bemängeln: “Es scheint, als würden sie online gehen, um das Lesen im klassischen Sinne zu vermeiden”. Die wenigsten Jugendlichen können dabei die Informationen aus dem Internet einordnen: “Die private Meinung irgendeines anderen Nutzers kann oft nicht von wissenschaftlichen Informationen unterschieden werden” meint Max Schmidt, Vorsitzender des bayrischen Philologenverbandes (bpv). Für viele Jugendliche hört das Internet bei google und wikipedia auf. Weitere Informationen gibt es hier.

Ergo: Die Studie zeigt deutlich (und das trifft sich auch mit den Ergebnissen der JIM Studie 2007), dass die Schüler einer Internetkompetenz bedürfen. Um diese zu vermitteln müssen sich aber erst einmal die Lehrer eine solche aneignen.

Im Gespräch mit Schülern über den Religionsunterricht erfahre ich immer wieder, dass diese das Internet gerade für das Thema Sekten und interreligiöser Dialog als Rechercheinstrument nutzen. Es würde sich doch anbieten, dass die Religionslehrer im Unterricht das Thema Internet aufgreifen - denn gerade für solch wichtige Themen wie Interreligiosität (mit dem die Schüler ja auch in ihrer Lebenswelt konfrontiert werden) bietet sich das Internet als Rechercheinstrument an. Das gilt imho auch für das Studium der Theologie. Das Projekt Bible World an der Uni Frankfurt oder die Internetwerkstatt in Sankt Georgen, Frankfurt, sind in meinen Augen vielversprechende erste Ansätze - was denken Sie?

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Social Networking: Communities unter der Lupe

Donnerstag 10. April 2008 von admin

Der Spiegel hat vor einiger Zeit schon (Feb. 2008) auf eine “Studie” aufmerksam gemacht: Was Communitynutzer wirklich wollen: Es heißt dazu: “Durchgeführt von der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg und der Freundliche Netzwerke GmbH Ende 2007. 46 Community-Betreiber und 172 Community-Nutzer wurden befragt, 14 große Netzwerke à la MySpace inhaltlich analysiert.”

Ok, 172 Befragte lassen den Terminus “Studie” etwas deplatziert erscheinen. Auch ein n=1 in Grafik 3 ist mehr als fraglich in seiner Repräsentativität. Sprechen wir lieber von einer Befragung.

Was gibt´s inhaltlich? Nicht viel Neues. Ein paar schöne Schaubilder, die ausdrücken, was jeder Community Nutzer schon wusste: Wichtig fürs Marketing ist die Mund-Propaganda, Flyer werden wenig wahrgenommen. 31% der neuen Nutzer werden durch Weiterempfehlungsanreize gewonnen.
Bei den Funktionen fällt auf, dass die Nutzer eine “Ignorieren Funktion” (also andere Nutzer sperren zu können) sehr wichtig finden, die Unternehmen aber nicht. Wichtig sind den Nutzern auch Geburtstagsfunktionen, die wiederum die Unternehmen gering einschätzen. Anders herum sind Unternehmen die Funktionen wie RSS-Feeds, Widgets und Belohnungssysteme wichtig, während diese bei den Usern einen geringen Stellenwert haben.
Die Beweggründe für eine Mitgleidschaft sind: Freunde wiederfinden (73%), Freunde sind auch drin (70%), Neue Freunde finden (32%) - Sprich, Communities werden hauptsächlich genutzt um mit bekannten Personen in Kontakt zu bleiben. StudiVZ, XING und Stayfriends sind die am meisten genutzten Communites. Nachgefragte Features sind Geburtstagsfunktionen (70%), Suchfunktion (54%) und aktuelle Inhalte auf der Startseite (44 %) [Anmerkung in eigener Sache: Das war unser Gründungsprinzip bei www.kath.de].
Viel mehr gibt die Befragung nicht her und sie ist mit Vorsicht zu genießen, da sie nur 172 Befragte einbezieht. Spannend ist die Diskussion zu dem Artikel über die Studie im Spiegel online Forum. Fazit ist, dass der Reiz von Communities darin liegt mit Bekannten Personen in Kontakt zu bleiben.

Es handelt sich dabei aber um keinen kurzfristigen Hype. Vielmehr ist ein Paradigmenwechsel in der Gesellschaft im Gange. Das neue Paradigma ist das Profil. Die online-Communities sind das Tool, der Rahmen, einer heranwachsenden Generation, die im Wandel hin zur Wissensgesellschaft aufwächst. Formattechnisch gesehen sind sie die logische Weiterentwicklung der Email.
Interessanter als die “Bonn-Rhein-Sieg Befragung” ist die Grundlagenstudie Community Effects der Tomorrow Focus AG. Sie untersucht Werbung und Marketingmöglichkeiten in Communities. Zitat: “ Wichtig in der jungen Nutzerschaft von Social Networking-Angeboten wie piczo.com, FOCUS Campus oder schwarzekarte.de ist die Selbstdarstellung in der Peer-Group. Dies gilt auch in Bezug auf virale Marketing-Aktionen. So ist Musik für Teenager das wichtigste Medium der Selbstdarstellung und Identifikation. Es nimmt im Alltag der audio-visuell orientierten Community-Nutzer einen hohen Stellenwert ein.”

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Web 2.0 und die Zukunft des Online-Videos…

Mittwoch 9. April 2008 von Juergen Pelzer

YouTube hat vor allem bei Jugendlichen eine enorme Reichweite. SevenLoad, MyVideo u.a. bestätigen diesen Erfolg des Bewegtbildes im Internet. Doch was kommt danach?

Videos online stellen ist im Trend - VJ´s, so heisst es in der Medienszene, sind gefragt. Viele Institutionen planen, Ihren Webauftritt mit den schmucken OnlineVideos aufzupeppen. Doch ist das schon das Ende der Fahnenstange?

Nein, YouTube plant, wie man in Interviews lesen kann, dieses Jahr noch Live-Streaming Videos zu ermöglichen. Doch andernorts ist die Zukunft schon greifbar (oh, wie pathetisch - ich entschuldige mich): www.kyte.tv hat einen wirklich spannenden Ansatz: Man kann die Videos nicht nur live-streamen, auf Communitys wie facebook und myspace und auf mobilen Endgeräten einsetzen, sondern - und das ist der Clou - es gibt einen Livechat der Nutzer, die das Video gleichzeitig sehen. Das halte ich für einen innovativen Ansatz. Während ich bei YouTube nur sehe, wieviel Personen das Video noch zeitgleich sehen, kann ich bei kyte schon mit diesen chatten, in Kontakt treten und ihre Profile anschauen. Ich kann sogar von meinem Mobiltelefon die Filme live streamen und mit den Zuschauern chatten. Auch wenn das noch kaum jemand nutzt - wer nutzte schon 1995 Google ;-). Kyte verbindet auf jeden Fall in innovativer Weise zwei Trends, die noch nebeneinander laufen: Mobiltelefone und Online-Videos. Zudem ist das Chatsystem eine natürliche Weiterentwicklung der Online-Videos.

 www.kyte.tv ist einen Blick wert. Eine gute Einführung zu kyte als Video gibt es hier: http://www.kyte.com/platform/pg/overview_video. Ein Interview mit einem Investor und einem kyte-Gründer gibt es hier: 


Der ältere Herr ist einer der Investoren, Ron Conway, einer der ersten Investoren in Google, PayPal u.a. Der jüngere Mann ist Daniel Graf von kyte.tv

Apropos Film: Seit dem 8.4 ist der Film “Web 2.0″ online. http://www.web2null-derfilm.de/. Er entstand an der Hochschule für Medien in Stuttgart. Wer 35 Minuten Zeit hat, kann ihn anschauen. Ein netter Überblick über das, was alles Web2.0 ist. Er ist sicher gut gemacht, aber es fehlt mir etwas der rote Faden. Zuerst geht es um Barcamps, dann um Blogs. An dieser Stelle fragte ich mich, ob der Film noch etwas Neues bringt. Dann geht es viel um Startups, gefolgt von einigen fast philosophischen Zukunftsfragen, die Web2.0 aufwirft. Vor allem das Interview mit Tim O´Reilly ist interessant. Am Ende stellt Nicole Simon eine der spannenden Frage: Warum muss ich als Nutzer immer noch manuell meine vielen online-Profile etc. abgleichen? Wo ist hier die Entwicklung? Auch im Bereich Video bietet kyte hier eine neue Möglichkeit :-). Die verschiedenen Interviews am Ende des Films sind spannend. So stellt Lukasz Gadowski fest: Wir stehen im Eb2.0 erst am Anfang - recht hat er! Diese Interviews hätte ich mir persönlich als Einstieg gewünscht, denn Sie sind interessant - doch sehen Sie einfach selbst:


Der Film “Web 2.0″, enstanden an der Hochschule für Medien Stuttgart und eine Dokumentation des Web2.0

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Anti-Islam Video im Internet und die Bedeutung der Videoportale

Samstag 29. März 2008 von admin

Das Medieninteresse an dem Video “Fitna” des Niederländers Geert Wilders zeigt zwei Dinge: Zum einen, wie vergleichsweise einfach es durch das Internet geworden ist, global Aufmerksamkeit zu erzeugen. Zuerst versuchte Wilders ja erfolgslos bei den niederländischen Fernsehstationen seien Kurzfilm (ca. 10 Minuten) zu platzieren.

Zum anderen zeigt es, wie groß die Bedeutung der Videoportale mittlerweile in der öffentlichen Wahrnehmung geworden ist. Die inhaltliche Debatte möchte ich hier ausklammern, darüber berichten die Zeitungen zur Genüge. Ich lehne das Video übrigens vollkommen ab, da es durchweg populistisch und emotionalisierend ist.

Das Video wurde mittlerweile schon von dem großen Videoportal LiveLeak.com entfernt, ist aber auf anderen aufgetaucht, z.B. YouTube. Dort wurde es laut YouTube Statistik vor einem Tag eingestellt und wurde bis heute 29. März 12:00 Uhr MEZ über 320.000 mal aufgerufen, über 2000 mal zu den Favoriten hinzugefügt. Es hat eine große Diskussion angestoßen und über 13.300 Kommentare hervorgerufen sowie 76 Videoantworten. D.h. geht man von 24 Stunden aus, in denen das Video online ist sind das pro Minute! ca. 9 Kommentare. Zu dem Zeitpunkt als ich das Video schaute, gab es noch 15 andere Mitseher. Über 300 You Tube Nutzer haben die Videos des Einstellers (der sich bezeichnenderweise fitnafilm nennt) abonniert.

Was bedeutet dies aber für die Kirche?

Gerade auf den Videoportalen wie YouTube finden die öffentlichen Diskussionen der aktuellen Themen statt, die auch für die Kirche von Bedeutung sind. Das Internet, vor allem die Videoportale wie YouTube, sind zu einem wichtigen und großen öffentlichen Raum des Meinungsaustausches geworden - die Agora der Moderne, in der die Kirche Profil zeigen muss. YouTube spielt für die kirchliche PR-Arbeit eine wichtige Rolle - oder könnte es zumindest. Was denken Sie?

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Eucharistie online - Vortrag bei jungen Erwachsenen

Freitag 28. März 2008 von admin

Ich freue mich schon sehr auf Sonntag - dann werde ich in Münster in der Akademie Franz Hitze Haus innerhalb des Seminars “Die @ Generation” einen Vortrag vor jungen polnischen und deutschen Erwachsenen halten zum Thema Kirche online. Ich war bereits im Januar dort zu Gast und sehe mir gerade meine Auswertung des letzten Vortrags an. Vortrag? - das passt nicht so ganz, denn wie sagt mein Coach immer: Der Referent ist dem Zuhörer maximal 2 Minuten an Wissen voraus - deshalb sind meine Vorträge auch eher im Stil einer gemeinsamen Exkursion in den Bereich Kirche online. Letztes mal konnte ich einiges von den Jugendlichen lernen, was Ihre Erwartungen an eine Kirche online betrifft - darüber will ich kurz berichten:

Vorerfahrungen der Schüler mit Religion im Internet stellten sich als sehr gering bis nicht vorhanden heraus. Einige Schüler (ca. 4 von 30) hatten bereits einmal im Zuge des Religionsunterricht das Internet genutzt, um nach religiösen Inhalten (meist im Sinne eines interreligiösen Vergleiches) zu suchen und diese zu sichten. Eine wirkliche Vorstellungen von dem religiösen Angebot im Internet hatte keiner der Schüler.

In meiner Moderatorenausbildung bei W-Live habe ich die Teilnehmeraktivierung als Element bei längeren Einheiten schätzen gelernt. Sie bezog sich auf die Frage: „Habe ich ein besonderes Interesse an dem Thema, eine Frage, die ich gerne beantwortet hätte?“ Die Schüler zeigten hierbei ein großes Interesse an dem Themenbereich, was sich unter anderem in der Qualität der Fragen zeigte:

  • Mit welchen Themen präsentiert sich die Kirche online?
  • Ist die Kirche (altmodisch) nicht unvereinbar mit dem Internet (jung, dynamisch)
  • Hat die Kirche ein eigenes Profil online und wenn ja, wie zeigt sich das?
  • Welche Angebote hat die Kirche im Internet?
  • Benutzt die Kirche das Internet nicht nur als Köder um junge Leute anzulocken, die sonst gar nicht mehr für die Kirche greifbar wären? und: Will die Kirche sich einfach nur als cool verkaufen indem sie das Internet nutzt?
  • Wie präsentieren sich Sekten online
  • Welche Formen nutzt die Kirche im Internet?
  • Wird das Internet nicht auch zur Flucht in virtuelle Welten genutzt?
  • Wie ist die Erreichbarkeit der Kirche im Internet?
  •  Welcher Nutzen entsteht aus der Präsenz der Kirche im Internet – für die Kirche – für die Nutzer?
  • Wie steht es mit der Religionsfreiheit online – siehe Karrikaturenstreit?
  • Wer steht hinter den religiösen Angeboten, wie kann ich einen Urheber ermitteln
  • Wer ist Träger der kirchlichen Internetarbeit – Der Pfarrer?
  • Wie ist mit Anonymität im Internet – Kann ich sicher sein, dass ein Pfarrer in Second Life auch ein echter Pfarrer ist?
  • Wie stellt sich der Islam im Internet dar – wie nutzen Fundamentalisten das Internet zur Propaganda-Verbreitung

Bereits aus den Fragestellungen und aus den Diskussionen während des Vortrages kristallisierte sich ein ambivalentes Verhältnis der Jugendlichen zu Kirche (im Internet) heraus. Die Ausgangsbasis der Schüler war die Beobachtung, dass Kirche in Ihrem Leben nicht mehr präsent ist. Von daher kam die Frage, ob die Kirche das Internet nicht einfach nutze um sich einer Verjüngungskur zu unterziehen und auf dieses Weise die Jugendlichen zu werben suche.

Gleichzeitig ist aber eine große Erwartungshaltung an die Kirche deutlich geworden: Schüler erwarten Themen, die Ihre Lebenswelt entsprechen. Mehr noch als das, erwarten sie von der Kirche, dass diese deutlich Position bezieht und Missstände benennt. Die Verknüpfung beider Aspekte scheint im Sinne der Schüler eine gelungene Präsenz von Kirche im Internet auszumachen.

Das Religion und religiöse Themen aber auch jenseits von kirchlichen Präsenzen im Internet vorkommen und diskutiert werden, schien eine weitgehend neue Erkenntnis für die Schüler zu sein. Musterhaft wurde dies am Beispiel der Kampagne „Praise the lord“ in dem populären Videoportal You Tube gezeigt. Hier diskutieren Atheisten mit Christen per Videobotschaften über die Frage, ob es Gott gibt.

Die Schüler bestätigten weitestgehend die Ergebnisse der JIM Studie 2007 (zur Studie siehe meinen Blogbeitrag) in Ihrem Internetnutzungsverhalten: Communities wie SchülerVZ gehören fest zum Alltag der Jugendlichen (26 von 30 haben ein Profil), ebenso wie der Instant Messenger. Als Rechercheinstrument dient fast allen Google, Spezialsuchmaschinen oder Alternativen scheinen wenig bekannt. Interessant ist die Beobachtung, dass der Begriff Web2.0 unbekannt ist. Auch eine grundlegende medienpädagogische Kompetenz im Umgang mit dem Internet ist bei manchen Schülern noch wenig gegeben: ca. 30% glauben, dass ein Inhalt der ins Netz gestellt wird, schon von irgendjemandem vorher auf Richtigkeit geprüft wurde. Damit bestätigt sich in etwa auch das Ergebnis der JIM Studie, die diesen Wert mit 23% beziffert.

Kirche im Internet trifft in den Schülern ein kritisches aber auch aufgeschlossen-forderndes Gegenüber, dass im Prinzip die Werte der Kirche teilt. Doch scheinbar gelingt es der Kirche mit Ihrer Online-Präsenz nicht, den Schülern zu vermitteln, dass diese Ihre Werte innerhalb der Kirche leben und einbringen können.

Wenn ich dann aber eine Meldung wie heute lese (Domradio, 28.03 Titel “Boulevard erreicht Rom
Vatikan: Kritik an angeblicher Transsexuellen-Schwangerschaft”
) platzt mir sprichwörtlich der Geduldsfaden und es wundert mich nicht mehr, dass Jugendliche die Kirche meiden. Der Sprecher des mexikanischen Kurienkardinals hat scheinbar inhaltlich gesagt “Transsexualität sei generell gegen die Menschenwürde gerichtet”. Da bleibt bei mir nur die Frage: Sind wir wieder im Mittelalter? Die Aussage ist nicht nur unlogisch, da sie sich selbst nivilliert: Denn die Menschenrechte schützen ja gerade Außenseiter wie z.B. Transsexuelle, die eben wegen Ihrer Sexualität diskriminiert werden. Diese Aussage, dass Transsexualität gegen die Menschenwürde gerichtet sei ist auch verletztend gegenüber jenen, die diesen Weg für sich wählen - da hilft auch der feine Unterschied nicht, dass der Sprecher nicht von Transsexuellen spricht, sondern abstrakter von der Transsexualität. Bei mir hinterlässt eine solche Aussage nur Kopfschütteln. Dennoch freue ich mich sehr auf Sonntag und werde hier von den Eindrücken mit den jungen Erwachsenen berichten.

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Community-Studie und Virales Marketing

Donnerstag 27. März 2008 von admin

Tomorrow Focus hat die Studie Community Effects 2008 rausgebracht: Es geht um Möglichkeiten des viralen Marketings und Werbung in Social Communities. Nicht unbedingt theologisch aber spannend:
Hier ist der Ergebnisberichtband im PDFormat abrufbar

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Studie der AGOF zur Internetnutzung

Donnerstag 27. März 2008 von admin

Die Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF) veröffentlicht heute (27.03) die Zahlen der neuen Welle ihrer Markt-Media-Studie: die internet facts 2007-IV. Die aktuelle Welle der internet facts weist Reichweiten- und Strukturdaten für 385 Online-Werbeträger auf Angebotsbasis und 1.967 Belegungseinheiten aus.

Das spannende: Web 2.0 Angebote sind auch hier auf dem Vormarsch.

Hier finden Sie die ausführliche Version des Berichtsbandes der internet facts 2007-IV, untergliedert in 5 Bereiche:

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Jugend im Netz - Umfrage

Donnerstag 28. Februar 2008 von admin

Was machen Jugendliche im Netz?

Jugend im Internet: Quelle: BitkomDas fragte sich jüngst der Bundesverband für Informationswirtschaft, Telekommunikation und Neue Medien (BITKOM). Die Ergebnisse seiner Recherche präsentierte er jüngst in einer Umfrage. Um es gleich vorweg zu nehmen: Es gibt wenig neues gegenüber der JIM Studie (siehe Eintrag vom 5.12.2007 in diesem blog), vielmehr eine Bestätigung der Internetaffinität der Jugend: Die Key-Facts:

  • 83% der Jugendlichen nutzen das Internet täglich oder mehrmals pro Woche
  • 40% der jungen Erwachsenen haben ein Profil bei einer Online-Community.
  • Jeder zweite junge Nutzer zwischen 14 und 29 Jahren veröffentlicht persönliche Infos im Netz.

Das Internet ist das Medium der jungen Generation. Erstaunlich ist, das alle Studien/Umfragen hierin übereinstimmen: Die Zahlenwerte sind sehr nah beieinander, oder sind gleich: Z.B. bei der Bedeutung von Instant Messanging [Sofort Nachrichten] gibt die Bitkom-Umfrage die Wichtigkeit für Jugendliche mit 72% an, die JIM 2007 ebenfalls mit 72%.

dazu im Netz:
http://www.bitkom.org/de/presse/8477_50560.aspx
http://www.dslteam.de/news/artikel/28746

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Studie Jugend, Informtion, (Multi-) Media

Mittwoch 5. Dezember 2007 von admin

Die JIM Studie 2007 (JIM steht für: Jugend, Information, (Multi-) Media) ist am 30.11.2007 erschienen. Sie untersucht detailliert den Medienumgang der 12-19 Jährigen und ist kostenlos abrufbar unter www.mpfs.de

Die Aussagen bestätigen die Vermutung, dass Internet das Medium der Jugendlichen ist - aber auch das Mediumum die Jugendlichen zu erreichen. Für die Kirche besteht hier dringender Handlungsbedarf,um die Chancen die das Internet bietet,in der Pastoral zu nutzen.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache.

Die Kernaussagen über Jugendliche und Internet:

- Themen die die Jugendlichen interessieren:
1. Liebe und Freundschaft (88%),
2. Musik (86%) ,
3. “Ausbildung und Beruf” (80%)
4. Internet (70%)
Schlusslicht: Politik (ca.15%)

- Die wichtigsten Medien:
1. Computer (25%)
2. Internet (22%)
3. MP3 Player (18%)
4. Fernsehen (15%)
… Schlusslicht: Zeitungen (2%)

Nennung des Internet nach Schularten:Hauptschüler: 17%, Realschüler: 20%, Gymnasiasten: 27%

- Zugang zum Internet:
95% haben Internet im Haushalt,
49% im persönlichen Besitz

- Nutzung:
täglich 114 Minuten
83% sind mehrmals pro Woche oder häufiger online

- Aktivitäten im Netz:
Kommunikation: 59% der online-Zeit
Information: 23% der online-Zeit
Spiele: 18% der online-Zeit

- genutzte Dienste:
1. Instant Messaging: (72%)
2. Emails (60%)
3. Musik hören (49%)
4. Informationssuche (nicht Beruf) (40%)…chatten (30%) (knuddels.de kennt jeder 3.)Schlusslicht: Weblogs lesen (6%)

- genutzte Seiten:
Suchmaschinen 21% (Google 12%)
Social Web Angebote (schülerVZ, YouTube etc.) 19%

- web 2.0 - Inhalte einstellen
Jungen: 30%
Mädchen: 19%

- web 2.0 Dienste
wikipedia: 4% aktive Nutzung, 78% passive Nutzung
YouTube: 9% aktive Nutzung, 60% passive Nutzung
MySpace: 7% aktive Nutzung, 17 passive Nutzung

- Aussagen:
Die meisten meinerFreundInnen beschäftigen sichmit dem Internet66% Zustimmung
Internet ist für die Schule oderAusbildung nützlich70% Zustimmung
Über das Internet kann man gutneue Leute kennenlernen37% Zustimmung
Über das Internet wird viel zu vielAufhebens gemacht20% Zustimmung
Internet gehört heute einfachdazu63% Zustimmung

- Vertraulichkeit:
7 % (bei den 12-14 Jährigen sogar 40% ! gehen davon aus, dass im Internet präsentierte Inhalteauf Richtigkeit hin überprüft worden
19% sind weitgehend davon überzeugt.

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