Herbstzeit - Studienzeit: Internet = Die Medienrevolution auf Raten
Sonntag 4. November 2007 von
Nach einem wunderbaren Landurlaub bei den Neuners, für deren Gastreundlichkeit ich mich nochmals bedanke, geht es wieder an das Tagesgeschäft: D.h. an den Umgang mit der schleichenden Medienrevolution: dem Internet.
Dazu gibt es fundiertes Datenmaterial durch die jährliche ARD/ZDF Onlinestudie, den (N)onliner Atlas und die neu erschienene ACTA 2007 (Allensbacher Computer- und Technik-Analyse) (Mitte Oktober):
Die Kernaussagen:
- Von den 20- bis 29-Jährigen geben 30,3 Prozent an, keine Zeitung mehr zu benötigen, da die Informationen aus dem Internet und Fernsehen genügen. (2004: 21,5 %, das bedeutet eine Steigerung von 40% in 3 Jahren!)
- 19,3 Millionen Menschen nutzen das Internet täglich (Steigerung gegenüber 2006: 14%)
- Bei den 14-29 Jährigen liegt das Internet als Informationsquelle über das tagesaktuelle Geschehen bei ca. 37% gegenüber der Zeitung mit 24,5% und 36,9% (bei den 20- bis 29-Jährigen)
- Von den 560.000 regelmäßigen Blogschreibern, welche die ACTA zählt, sind 350.000 14 bis 29 Jahre alt.
- You Tube: ca. 30% der 14- bis 19-Jährigen tun es oft, 16,3 % der 20- bis 29-Jährigen und nur 5,4% der 30- bis 39 Jährigen
Das Grundgesetz der Medien, dass kein neues, höher entwickeltes Medium ein altes gänzlich verdrängt (aufgestellt 1913 vom Chefredakteur der Nürnberger Zeitung Wolfgang Riepl) — ist es angesichts der Entwicklung des Internets noch haltbar — diese Frage stelle ich mir schon manchmal, wenn ich die Studien lese….
-
Dieser Beitrag wurde erstellt am Sonntag 4. November 2007 um 22:42 und abgelegt unter Jugend, Nutzungsverhalten, Studie. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.