Montag 26. Januar 2009 von admin



Lange habe ich darauf gewartet, diese Meldung zu bringen! Aber es war absehbar, dass es so kommen wird. Am 24.1.2009 hat der Vatikan seine Pläne bekannt gegeben. 2009 wird das Jahr der Netzinkulturation. Die Inkulturation ins Internet und die Nutzung von Web 2.0 Tools stehen ganz oben auf der Agenda.
Hier ist der direkte Link zum neuen Papstkanal auf YouTube: http://www.youtube.com/vaticande Und das ist erst der Anfang. Der Vatikan prüft weitere Möglichkeiten wie Facebook etc.
Aus Sicht eines Unternehmensberater: Die oberste Führungsebene hat Einsicht gezeigt und die Nützlichkeit des Internets erkannt. Spannend ist die Frage, wie diese Einsicht in der mittleren und unteren Ebene umgesetzt werden kann: Der Pfarrer vor Ort wird mit dieser Medienkampagne erstmal wenig anfangen können. Es bedarf Schulungsangebote, die es ermöglichen, dass der Einsatz von Tools wie YouTube, Facebook, StudiVZ im praktischen Alltag geübt wird.
Kategorie: Kirchenstrategie, Online-Video, virales Marketing |
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Sonntag 9. November 2008 von admin
Barack Obamas klarer Sieg bei der Wahl ist wohl auch auf seine geschickte Kampagne im Internet unter Einsatz von Web 2.0 Tools zurückzuführen. In Facebook und Myspace ist es sehr deutlich zu sehen: 80 / 20 ist das Verhältnis von Obamas Kontakten zu denen von McCain. Was sagt diese Zahl aus? Dass Facebook und MySpace User eher pro-Obama eingestellt sind? Sicherlich, das spielt auch eine Rolle, aber dennoch zeigt es auch, wie wichtig das Web 2.0 im Wahlkampf geworden ist.
Laut einer Umfrage von Pew Research haben sich 42% der jugen Amerikaner (18-29 Jahre) im Internet über die Kandidaten informiert. Das Spannende ist, welche Vorteile sich aus der Internetstrategie von Obama ergeben:
- Spenden über das Internet genieren (während Clinton noch mit herrkömmlichen Spendengalas arbeitete)
- Supporter im Internet um sich versammeln und koordinieren
- Obamas Team konnte Aktionen über die Internetplattform my.barackobama.com koordinieren
- Der entscheidende Faktor, vor allem in Hinblick auf die vielen Kontakte in den Online-Netzwerken (z.B. Facebook, MySpace): Eine kurze Reaktionszeit, d.h. Obama konnte fast ohne Zeitverzögerung auf Aussagen McCains reagieren. Er hatte praktisch seine eigene “Nachrichtenagentur” aufgebaut um die Öffentlichkeit via Internet / Web 2.0 zu erreichen.
- Transparente Regierungspolitik über change.gov
Was denken Sie? Obama - der erste Web 2.0 Präsident?
Obama ist sich anscheinend auch bewusst, wie sehr ihm das Web 2.0 zum Sieg verholfen hat: Als eine der ersten Maßnahmen nach dem Wahlsieg hat er die Seite change.gov gestartet, mittels derer er die Transparenz seines Change-Programms duch Blogs und andere interaktive Formate gewährleisten will. Interaktive Möglichkeiten regen zum Mitmachen an.
Interessante Links:
- http://netzpolitik.org/2008/vergleich-obama-kampagne-und-deutscher-internetwahlkampf/#more-6748
- http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,589059,00.html
- http://www.fastforwardblog.com/2008/03/05/how-obama-is-using-web-and-enterprise-20-in-the-us-primary-campaign/
- http://off-the-record.de/2008/11/05/obama-und-der-siegeszug-des-web-20/
- http://webtrends.about.com/od/web20/a/obama-web.htm
Kategorie: Web2.0, virales Marketing |
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Donnerstag 10. April 2008 von admin
Der Spiegel hat vor einiger Zeit schon (Feb. 2008) auf eine “Studie” aufmerksam gemacht: Was Communitynutzer wirklich wollen: Es heißt dazu: “Durchgeführt von der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg und der Freundliche Netzwerke GmbH Ende 2007. 46 Community-Betreiber und 172 Community-Nutzer wurden befragt, 14 große Netzwerke à la MySpace inhaltlich analysiert.”
Ok, 172 Befragte lassen den Terminus “Studie” etwas deplatziert erscheinen. Auch ein n=1 in Grafik 3 ist mehr als fraglich in seiner Repräsentativität. Sprechen wir lieber von einer Befragung.
Was gibt´s inhaltlich? Nicht viel Neues. Ein paar schöne Schaubilder, die ausdrücken, was jeder Community Nutzer schon wusste: Wichtig fürs Marketing ist die Mund-Propaganda, Flyer werden wenig wahrgenommen. 31% der neuen Nutzer werden durch Weiterempfehlungsanreize gewonnen.
Bei den Funktionen fällt auf, dass die Nutzer eine “Ignorieren Funktion” (also andere Nutzer sperren zu können) sehr wichtig finden, die Unternehmen aber nicht. Wichtig sind den Nutzern auch Geburtstagsfunktionen, die wiederum die Unternehmen gering einschätzen. Anders herum sind Unternehmen die Funktionen wie RSS-Feeds, Widgets und Belohnungssysteme wichtig, während diese bei den Usern einen geringen Stellenwert haben.
Die Beweggründe für eine Mitgleidschaft sind: Freunde wiederfinden (73%), Freunde sind auch drin (70%), Neue Freunde finden (32%) - Sprich, Communities werden hauptsächlich genutzt um mit bekannten Personen in Kontakt zu bleiben. StudiVZ, XING und Stayfriends sind die am meisten genutzten Communites. Nachgefragte Features sind Geburtstagsfunktionen (70%), Suchfunktion (54%) und aktuelle Inhalte auf der Startseite (44 %) [Anmerkung in eigener Sache: Das war unser Gründungsprinzip bei www.kath.de].
Viel mehr gibt die Befragung nicht her und sie ist mit Vorsicht zu genießen, da sie nur 172 Befragte einbezieht. Spannend ist die Diskussion zu dem Artikel über die Studie im Spiegel online Forum. Fazit ist, dass der Reiz von Communities darin liegt mit Bekannten Personen in Kontakt zu bleiben.
Es handelt sich dabei aber um keinen kurzfristigen Hype. Vielmehr ist ein Paradigmenwechsel in der Gesellschaft im Gange. Das neue Paradigma ist das Profil. Die online-Communities sind das Tool, der Rahmen, einer heranwachsenden Generation, die im Wandel hin zur Wissensgesellschaft aufwächst. Formattechnisch gesehen sind sie die logische Weiterentwicklung der Email.
Interessanter als die “Bonn-Rhein-Sieg Befragung” ist die Grundlagenstudie Community Effects der Tomorrow Focus AG. Sie untersucht Werbung und Marketingmöglichkeiten in Communities. Zitat: “ Wichtig in der jungen Nutzerschaft von Social Networking-Angeboten wie piczo.com, FOCUS Campus oder schwarzekarte.de ist die Selbstdarstellung in der Peer-Group. Dies gilt auch in Bezug auf virale Marketing-Aktionen. So ist Musik für Teenager das wichtigste Medium der Selbstdarstellung und Identifikation. Es nimmt im Alltag der audio-visuell orientierten Community-Nutzer einen hohen Stellenwert ein.”
Kategorie: Community, Nutzungsverhalten, Studie, virales Marketing |
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Donnerstag 27. März 2008 von admin
Tomorrow Focus hat die Studie Community Effects 2008 rausgebracht: Es geht um Möglichkeiten des viralen Marketings und Werbung in Social Communities. Nicht unbedingt theologisch aber spannend:
Hier ist der Ergebnisberichtband im PDFormat abrufbar
Kategorie: Community, Studie, virales Marketing |
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