Archiv für die 'Studie' Kategorie

Ich chatte also bin ich… neue Studie

Montag 18. Mai 2009 von admin

Eine neue Studie des Hans Bredow Institut beschäftigt sich mit der Frage, wie Jugendliche das Web 2.0 nutzen. Eine sehr aktuelle und präzise Bestandsaufnahme: http://www.lfm-nrw.de/presse/?id=651

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Metaebene online-Recherche: Übersicht zu sozialwissenschaftlichen Studien zum Internet

Montag 5. Mai 2008 von admin

Es gibt nun eine wunderschöne Übersicht über Studien zum Thema Internet: Das Recherche Spezial 04/2008: Ein Überblick über aktuelle sozialwissenschaftliche Forschung zur Thematik „Generation Online: Medienkompetenz und Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen“ - herausgegeben von der Gesellschaft Sozialwissenschaftlicher Infrastruktureinrichtungen (GESIS).

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Generation Google: alles andere als fit fürs Netz! - und die Konsequenz für den Reli-Unterricht

Freitag 2. Mai 2008 von admin

Generation google
Eine aktuelle Studie der Sheffield University zur Google Generation (alles nach 1993) sorgt für Aufsehen: Demnach sind 20% der Jugendlichen digitale Dissidenten, 57% nutzen das Internet kaum was den Umgang mit Suchmaschinen und Informationsquellen angeht. Entgegen der Ansicht, die Jugendlichen hätten das Wissen um die neuen Technologien mit der Muttermilch aufgesogen, zeigt die Studie besorgniserregende Unkenntnis im Umgang mit Informationen im/aus dem Internet.

Wenn das Internet genutzt wird, dann nur oberflächlich, wie die Studienautoren bemängeln: “Es scheint, als würden sie online gehen, um das Lesen im klassischen Sinne zu vermeiden”. Die wenigsten Jugendlichen können dabei die Informationen aus dem Internet einordnen: “Die private Meinung irgendeines anderen Nutzers kann oft nicht von wissenschaftlichen Informationen unterschieden werden” meint Max Schmidt, Vorsitzender des bayrischen Philologenverbandes (bpv). Für viele Jugendliche hört das Internet bei google und wikipedia auf. Weitere Informationen gibt es hier.

Ergo: Die Studie zeigt deutlich (und das trifft sich auch mit den Ergebnissen der JIM Studie 2007), dass die Schüler einer Internetkompetenz bedürfen. Um diese zu vermitteln müssen sich aber erst einmal die Lehrer eine solche aneignen.

Im Gespräch mit Schülern über den Religionsunterricht erfahre ich immer wieder, dass diese das Internet gerade für das Thema Sekten und interreligiöser Dialog als Rechercheinstrument nutzen. Es würde sich doch anbieten, dass die Religionslehrer im Unterricht das Thema Internet aufgreifen - denn gerade für solch wichtige Themen wie Interreligiosität (mit dem die Schüler ja auch in ihrer Lebenswelt konfrontiert werden) bietet sich das Internet als Rechercheinstrument an. Das gilt imho auch für das Studium der Theologie. Das Projekt Bible World an der Uni Frankfurt oder die Internetwerkstatt in Sankt Georgen, Frankfurt, sind in meinen Augen vielversprechende erste Ansätze - was denken Sie?

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Social Networking: Communities unter der Lupe

Donnerstag 10. April 2008 von admin

Der Spiegel hat vor einiger Zeit schon (Feb. 2008) auf eine “Studie” aufmerksam gemacht: Was Communitynutzer wirklich wollen: Es heißt dazu: “Durchgeführt von der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg und der Freundliche Netzwerke GmbH Ende 2007. 46 Community-Betreiber und 172 Community-Nutzer wurden befragt, 14 große Netzwerke à la MySpace inhaltlich analysiert.”

Ok, 172 Befragte lassen den Terminus “Studie” etwas deplatziert erscheinen. Auch ein n=1 in Grafik 3 ist mehr als fraglich in seiner Repräsentativität. Sprechen wir lieber von einer Befragung.

Was gibt´s inhaltlich? Nicht viel Neues. Ein paar schöne Schaubilder, die ausdrücken, was jeder Community Nutzer schon wusste: Wichtig fürs Marketing ist die Mund-Propaganda, Flyer werden wenig wahrgenommen. 31% der neuen Nutzer werden durch Weiterempfehlungsanreize gewonnen.
Bei den Funktionen fällt auf, dass die Nutzer eine “Ignorieren Funktion” (also andere Nutzer sperren zu können) sehr wichtig finden, die Unternehmen aber nicht. Wichtig sind den Nutzern auch Geburtstagsfunktionen, die wiederum die Unternehmen gering einschätzen. Anders herum sind Unternehmen die Funktionen wie RSS-Feeds, Widgets und Belohnungssysteme wichtig, während diese bei den Usern einen geringen Stellenwert haben.
Die Beweggründe für eine Mitgleidschaft sind: Freunde wiederfinden (73%), Freunde sind auch drin (70%), Neue Freunde finden (32%) - Sprich, Communities werden hauptsächlich genutzt um mit bekannten Personen in Kontakt zu bleiben. StudiVZ, XING und Stayfriends sind die am meisten genutzten Communites. Nachgefragte Features sind Geburtstagsfunktionen (70%), Suchfunktion (54%) und aktuelle Inhalte auf der Startseite (44 %) [Anmerkung in eigener Sache: Das war unser Gründungsprinzip bei www.kath.de].
Viel mehr gibt die Befragung nicht her und sie ist mit Vorsicht zu genießen, da sie nur 172 Befragte einbezieht. Spannend ist die Diskussion zu dem Artikel über die Studie im Spiegel online Forum. Fazit ist, dass der Reiz von Communities darin liegt mit Bekannten Personen in Kontakt zu bleiben.

Es handelt sich dabei aber um keinen kurzfristigen Hype. Vielmehr ist ein Paradigmenwechsel in der Gesellschaft im Gange. Das neue Paradigma ist das Profil. Die online-Communities sind das Tool, der Rahmen, einer heranwachsenden Generation, die im Wandel hin zur Wissensgesellschaft aufwächst. Formattechnisch gesehen sind sie die logische Weiterentwicklung der Email.
Interessanter als die “Bonn-Rhein-Sieg Befragung” ist die Grundlagenstudie Community Effects der Tomorrow Focus AG. Sie untersucht Werbung und Marketingmöglichkeiten in Communities. Zitat: “ Wichtig in der jungen Nutzerschaft von Social Networking-Angeboten wie piczo.com, FOCUS Campus oder schwarzekarte.de ist die Selbstdarstellung in der Peer-Group. Dies gilt auch in Bezug auf virale Marketing-Aktionen. So ist Musik für Teenager das wichtigste Medium der Selbstdarstellung und Identifikation. Es nimmt im Alltag der audio-visuell orientierten Community-Nutzer einen hohen Stellenwert ein.”

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Community-Studie und Virales Marketing

Donnerstag 27. März 2008 von admin

Tomorrow Focus hat die Studie Community Effects 2008 rausgebracht: Es geht um Möglichkeiten des viralen Marketings und Werbung in Social Communities. Nicht unbedingt theologisch aber spannend:
Hier ist der Ergebnisberichtband im PDFormat abrufbar

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Studie der AGOF zur Internetnutzung

Donnerstag 27. März 2008 von admin

Die Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF) veröffentlicht heute (27.03) die Zahlen der neuen Welle ihrer Markt-Media-Studie: die internet facts 2007-IV. Die aktuelle Welle der internet facts weist Reichweiten- und Strukturdaten für 385 Online-Werbeträger auf Angebotsbasis und 1.967 Belegungseinheiten aus.

Das spannende: Web 2.0 Angebote sind auch hier auf dem Vormarsch.

Hier finden Sie die ausführliche Version des Berichtsbandes der internet facts 2007-IV, untergliedert in 5 Bereiche:

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Jugend im Netz - Umfrage

Donnerstag 28. Februar 2008 von admin

Was machen Jugendliche im Netz?

Jugend im Internet: Quelle: BitkomDas fragte sich jüngst der Bundesverband für Informationswirtschaft, Telekommunikation und Neue Medien (BITKOM). Die Ergebnisse seiner Recherche präsentierte er jüngst in einer Umfrage. Um es gleich vorweg zu nehmen: Es gibt wenig neues gegenüber der JIM Studie (siehe Eintrag vom 5.12.2007 in diesem blog), vielmehr eine Bestätigung der Internetaffinität der Jugend: Die Key-Facts:

  • 83% der Jugendlichen nutzen das Internet täglich oder mehrmals pro Woche
  • 40% der jungen Erwachsenen haben ein Profil bei einer Online-Community.
  • Jeder zweite junge Nutzer zwischen 14 und 29 Jahren veröffentlicht persönliche Infos im Netz.

Das Internet ist das Medium der jungen Generation. Erstaunlich ist, das alle Studien/Umfragen hierin übereinstimmen: Die Zahlenwerte sind sehr nah beieinander, oder sind gleich: Z.B. bei der Bedeutung von Instant Messanging [Sofort Nachrichten] gibt die Bitkom-Umfrage die Wichtigkeit für Jugendliche mit 72% an, die JIM 2007 ebenfalls mit 72%.

dazu im Netz:
http://www.bitkom.org/de/presse/8477_50560.aspx
http://www.dslteam.de/news/artikel/28746

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Studie Jugend, Informtion, (Multi-) Media

Mittwoch 5. Dezember 2007 von admin

Die JIM Studie 2007 (JIM steht für: Jugend, Information, (Multi-) Media) ist am 30.11.2007 erschienen. Sie untersucht detailliert den Medienumgang der 12-19 Jährigen und ist kostenlos abrufbar unter www.mpfs.de

Die Aussagen bestätigen die Vermutung, dass Internet das Medium der Jugendlichen ist - aber auch das Mediumum die Jugendlichen zu erreichen. Für die Kirche besteht hier dringender Handlungsbedarf,um die Chancen die das Internet bietet,in der Pastoral zu nutzen.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache.

Die Kernaussagen über Jugendliche und Internet:

- Themen die die Jugendlichen interessieren:
1. Liebe und Freundschaft (88%),
2. Musik (86%) ,
3. “Ausbildung und Beruf” (80%)
4. Internet (70%)
Schlusslicht: Politik (ca.15%)

- Die wichtigsten Medien:
1. Computer (25%)
2. Internet (22%)
3. MP3 Player (18%)
4. Fernsehen (15%)
… Schlusslicht: Zeitungen (2%)

Nennung des Internet nach Schularten:Hauptschüler: 17%, Realschüler: 20%, Gymnasiasten: 27%

- Zugang zum Internet:
95% haben Internet im Haushalt,
49% im persönlichen Besitz

- Nutzung:
täglich 114 Minuten
83% sind mehrmals pro Woche oder häufiger online

- Aktivitäten im Netz:
Kommunikation: 59% der online-Zeit
Information: 23% der online-Zeit
Spiele: 18% der online-Zeit

- genutzte Dienste:
1. Instant Messaging: (72%)
2. Emails (60%)
3. Musik hören (49%)
4. Informationssuche (nicht Beruf) (40%)…chatten (30%) (knuddels.de kennt jeder 3.)Schlusslicht: Weblogs lesen (6%)

- genutzte Seiten:
Suchmaschinen 21% (Google 12%)
Social Web Angebote (schülerVZ, YouTube etc.) 19%

- web 2.0 - Inhalte einstellen
Jungen: 30%
Mädchen: 19%

- web 2.0 Dienste
wikipedia: 4% aktive Nutzung, 78% passive Nutzung
YouTube: 9% aktive Nutzung, 60% passive Nutzung
MySpace: 7% aktive Nutzung, 17 passive Nutzung

- Aussagen:
Die meisten meinerFreundInnen beschäftigen sichmit dem Internet66% Zustimmung
Internet ist für die Schule oderAusbildung nützlich70% Zustimmung
Über das Internet kann man gutneue Leute kennenlernen37% Zustimmung
Über das Internet wird viel zu vielAufhebens gemacht20% Zustimmung
Internet gehört heute einfachdazu63% Zustimmung

- Vertraulichkeit:
7 % (bei den 12-14 Jährigen sogar 40% ! gehen davon aus, dass im Internet präsentierte Inhalteauf Richtigkeit hin überprüft worden
19% sind weitgehend davon überzeugt.

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Herbstzeit - Studienzeit: Internet = Die Medienrevolution auf Raten

Sonntag 4. November 2007 von admin

Nach einem wunderbaren Landurlaub bei den Neuners, für deren Gastreundlichkeit ich mich nochmals bedanke, geht es wieder an das Tagesgeschäft: D.h. an den Umgang mit der schleichenden Medienrevolution: dem Internet.

Dazu gibt es fundiertes Datenmaterial durch die jährliche ARD/ZDF Onlinestudie, den (N)onliner Atlas und die neu erschienene ACTA 2007 (Allensbacher Computer- und Technik-Analyse) (Mitte Oktober):

Die Kernaussagen:

  • Von den 20- bis 29-Jährigen geben 30,3 Prozent an, keine Zeitung mehr zu benötigen, da die Informationen aus dem Internet und Fernsehen genügen. (2004: 21,5 %, das bedeutet eine Steigerung von 40% in 3 Jahren!)
  • 19,3 Millionen Menschen nutzen das Internet täglich (Steigerung gegenüber 2006: 14%)
  • Bei den 14-29 Jährigen liegt das Internet als Informationsquelle über das tagesaktuelle Geschehen bei ca. 37% gegenüber der Zeitung mit 24,5% und 36,9% (bei den 20- bis 29-Jährigen)
  • Von den 560.000 regelmäßigen Blogschreibern, welche die ACTA zählt, sind 350.000 14 bis 29 Jahre alt.
  • You Tube: ca. 30% der 14- bis 19-Jährigen tun es oft, 16,3 % der 20- bis 29-Jährigen und nur 5,4% der 30- bis 39 Jährigen

Das Grundgesetz der Medien, dass kein neues, höher entwickeltes Medium ein altes gänzlich verdrängt (aufgestellt 1913 vom Chefredakteur der Nürnberger Zeitung Wolfgang Riepl) — ist es angesichts der Entwicklung des Internets noch haltbar — diese Frage stelle ich mir schon manchmal, wenn ich die Studien lese….

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