Archiv für die 'Online-Video' Kategorie

Der Papst in YouTube

Montag 26. Januar 2009 von admin

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Lange habe ich darauf gewartet, diese Meldung zu bringen! Aber es war absehbar, dass es so kommen wird. Am 24.1.2009 hat der Vatikan seine Pläne bekannt gegeben. 2009 wird das Jahr der Netzinkulturation. Die Inkulturation ins Internet und die Nutzung von Web 2.0 Tools stehen ganz oben auf der Agenda.
Hier ist der direkte Link zum neuen Papstkanal auf YouTube: http://www.youtube.com/vaticande Und das ist erst der Anfang. Der Vatikan prüft weitere Möglichkeiten wie Facebook etc.

Aus Sicht eines Unternehmensberater: Die oberste Führungsebene hat Einsicht gezeigt und die Nützlichkeit des Internets erkannt. Spannend ist die Frage, wie diese Einsicht in der mittleren und unteren Ebene umgesetzt werden kann: Der Pfarrer vor Ort wird mit dieser Medienkampagne erstmal wenig anfangen können. Es bedarf Schulungsangebote, die es ermöglichen, dass der Einsatz von Tools wie YouTube, Facebook, StudiVZ im praktischen Alltag geübt wird.

Kategorie: Kirchenstrategie, Online-Video, virales Marketing | 3 Kommentare »

Web 2.0 und die Zukunft des Online-Videos…

Mittwoch 9. April 2008 von Juergen Pelzer

YouTube hat vor allem bei Jugendlichen eine enorme Reichweite. SevenLoad, MyVideo u.a. bestätigen diesen Erfolg des Bewegtbildes im Internet. Doch was kommt danach?

Videos online stellen ist im Trend - VJ´s, so heisst es in der Medienszene, sind gefragt. Viele Institutionen planen, Ihren Webauftritt mit den schmucken OnlineVideos aufzupeppen. Doch ist das schon das Ende der Fahnenstange?

Nein, YouTube plant, wie man in Interviews lesen kann, dieses Jahr noch Live-Streaming Videos zu ermöglichen. Doch andernorts ist die Zukunft schon greifbar (oh, wie pathetisch - ich entschuldige mich): www.kyte.tv hat einen wirklich spannenden Ansatz: Man kann die Videos nicht nur live-streamen, auf Communitys wie facebook und myspace und auf mobilen Endgeräten einsetzen, sondern - und das ist der Clou - es gibt einen Livechat der Nutzer, die das Video gleichzeitig sehen. Das halte ich für einen innovativen Ansatz. Während ich bei YouTube nur sehe, wieviel Personen das Video noch zeitgleich sehen, kann ich bei kyte schon mit diesen chatten, in Kontakt treten und ihre Profile anschauen. Ich kann sogar von meinem Mobiltelefon die Filme live streamen und mit den Zuschauern chatten. Auch wenn das noch kaum jemand nutzt - wer nutzte schon 1995 Google ;-). Kyte verbindet auf jeden Fall in innovativer Weise zwei Trends, die noch nebeneinander laufen: Mobiltelefone und Online-Videos. Zudem ist das Chatsystem eine natürliche Weiterentwicklung der Online-Videos.

 www.kyte.tv ist einen Blick wert. Eine gute Einführung zu kyte als Video gibt es hier: http://www.kyte.com/platform/pg/overview_video. Ein Interview mit einem Investor und einem kyte-Gründer gibt es hier: 


Der ältere Herr ist einer der Investoren, Ron Conway, einer der ersten Investoren in Google, PayPal u.a. Der jüngere Mann ist Daniel Graf von kyte.tv

Apropos Film: Seit dem 8.4 ist der Film “Web 2.0″ online. http://www.web2null-derfilm.de/. Er entstand an der Hochschule für Medien in Stuttgart. Wer 35 Minuten Zeit hat, kann ihn anschauen. Ein netter Überblick über das, was alles Web2.0 ist. Er ist sicher gut gemacht, aber es fehlt mir etwas der rote Faden. Zuerst geht es um Barcamps, dann um Blogs. An dieser Stelle fragte ich mich, ob der Film noch etwas Neues bringt. Dann geht es viel um Startups, gefolgt von einigen fast philosophischen Zukunftsfragen, die Web2.0 aufwirft. Vor allem das Interview mit Tim O´Reilly ist interessant. Am Ende stellt Nicole Simon eine der spannenden Frage: Warum muss ich als Nutzer immer noch manuell meine vielen online-Profile etc. abgleichen? Wo ist hier die Entwicklung? Auch im Bereich Video bietet kyte hier eine neue Möglichkeit :-). Die verschiedenen Interviews am Ende des Films sind spannend. So stellt Lukasz Gadowski fest: Wir stehen im Eb2.0 erst am Anfang - recht hat er! Diese Interviews hätte ich mir persönlich als Einstieg gewünscht, denn Sie sind interessant - doch sehen Sie einfach selbst:


Der Film “Web 2.0″, enstanden an der Hochschule für Medien Stuttgart und eine Dokumentation des Web2.0

Kategorie: Online-Video, Web2.0 | 1 Kommentar »

Anti-Islam Video im Internet und die Bedeutung der Videoportale

Samstag 29. März 2008 von admin

Das Medieninteresse an dem Video “Fitna” des Niederländers Geert Wilders zeigt zwei Dinge: Zum einen, wie vergleichsweise einfach es durch das Internet geworden ist, global Aufmerksamkeit zu erzeugen. Zuerst versuchte Wilders ja erfolgslos bei den niederländischen Fernsehstationen seien Kurzfilm (ca. 10 Minuten) zu platzieren.

Zum anderen zeigt es, wie groß die Bedeutung der Videoportale mittlerweile in der öffentlichen Wahrnehmung geworden ist. Die inhaltliche Debatte möchte ich hier ausklammern, darüber berichten die Zeitungen zur Genüge. Ich lehne das Video übrigens vollkommen ab, da es durchweg populistisch und emotionalisierend ist.

Das Video wurde mittlerweile schon von dem großen Videoportal LiveLeak.com entfernt, ist aber auf anderen aufgetaucht, z.B. YouTube. Dort wurde es laut YouTube Statistik vor einem Tag eingestellt und wurde bis heute 29. März 12:00 Uhr MEZ über 320.000 mal aufgerufen, über 2000 mal zu den Favoriten hinzugefügt. Es hat eine große Diskussion angestoßen und über 13.300 Kommentare hervorgerufen sowie 76 Videoantworten. D.h. geht man von 24 Stunden aus, in denen das Video online ist sind das pro Minute! ca. 9 Kommentare. Zu dem Zeitpunkt als ich das Video schaute, gab es noch 15 andere Mitseher. Über 300 You Tube Nutzer haben die Videos des Einstellers (der sich bezeichnenderweise fitnafilm nennt) abonniert.

Was bedeutet dies aber für die Kirche?

Gerade auf den Videoportalen wie YouTube finden die öffentlichen Diskussionen der aktuellen Themen statt, die auch für die Kirche von Bedeutung sind. Das Internet, vor allem die Videoportale wie YouTube, sind zu einem wichtigen und großen öffentlichen Raum des Meinungsaustausches geworden - die Agora der Moderne, in der die Kirche Profil zeigen muss. YouTube spielt für die kirchliche PR-Arbeit eine wichtige Rolle - oder könnte es zumindest. Was denken Sie?

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