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Religion in Second Life - Die Serie - Teil 1

Freitag 23. Mai 2008 von admin

Second Life beherbergt ein facettenreiches religiöses Leben. Ich bin diesem nachgegangen, habe Pfarrer, Wissenschaftler und Nutzer interviewt, um dem Phänomen Religion in Second Life auf die Spur zu kommen. Auf dem Katholikentag 2008 war ich bei dem Fachpodium geladen über Kirche in Second Life zu sprechen: Mehr Chancen? - mehr Gefahren?

Ist Second Life überhaupt noch ein Thema? - Wie ein Spiegelautor kürzlich treffend schrieb: “Man kann “Second Life” je nach Außentemperatur hoch- und niederschreiben, ohne das Phänomen auch nur in Ansätzen begriffen zu haben.” Da ich mit meiner Serie dem Verständnis dienen will - ohne große Worte nun zur Tat: Der erste Teil ist ein Artikel der das Phänomen Religion in Second Life aus Sicht der Theologie beleuchtet:
[Diese PDF-Datei enthält erstmals eine Übersicht über religiöse Stätten in Second Life. Bitte laden Sie sich die PDF bei Interesse herunter]

Für die Kirche im Zweiten Leben: Ein Plädoyer

Second Life ist eine der bekanntesten 3D-Welten im Internet – Nutzer aus aller Welt interagieren in diesem „virtuellen“ Raum. Obwohl es noch keine offizielle Aktivität der Kirche gibt, blüht das religiöse Leben in Second Life: Es werden Bibelgespräche geführt, die Komplet wird gebetet, interreligiöse Foren werden abgehalten, Gottesdienste gefeiert, Klöster und Kirchen errichtet.

An Second Life zeigt sich ein Phänomen sehr deutlich: Wo Menschen sich treffen, entsteht ein Bedürfnis nach Religiosität. Bereits die Gründung der ersten Internetkirche im Web, Sankt Bonifatius in Funcity, ist auf die Initiative der Nutzer zurückzuführen. Das Aufkommen der religiösen Aktivitäten in Second Life ist ein weiterer Beleg für die Absage an eine Theorie der Säkularisierung, nach der das Religiöse aus der Gesellschaft verschwindet.

Religion in Second Life orientiert sich am realen Leben:

In Second Life begegnet das Religiöse – in allen seiner Formen und Schattierungen. Das Institut für Religionswissenschaft der Universität Heidelberg erforscht mit einem eigenen Projekt religiöse Phänomene in Second Life. Dabei stellen die Forscher fest, dass Rituale aus dem realen Leben auch ins Second Life übertragen werden. Es kommt also nicht zur Entstehung von neuen Ritualformen in 3D-Welten wie Second Life. Second Life koppelt sich also nicht von der „realen“ Welt ab. Und auch ein anderer Prozess ist sehr analog zum „First Life“: Die Gruppenbildung. Wo Menschen zusammenkommen, bilden Sie Gemeinschaften. In Second Life bilden sich Gruppen von Christen, die untereinander ein dichtes Informationsnetzwerk flechten. Sie bauen Kirchen, Klöster und Gemeinschaftsräume in Second Life und begehen liturgische Bezüge und tauschen sich aus. Nicht nur der Kölner Dom ist in Second Life präsent, sondern auch der Jerusalemer Tempel oder das Benediktkloster und an weiteren Projekten dürfte fleißig gearbeitet werden. Kleine Religionsgemeinschaften und große Religionen – sie alle sind vertreten.

Eine neue Qualität der Begegnung: Erfahrbarkeit

Was Second Life so interessant macht, ist die neue Qualität der interreligiösen Begegnungen. Beispielsweise hat die Plattform www.islam-online.net eine vir-tuelle Kopie von Mekka erstellt. Auch Nicht-Muslime können Sie besuchen. Doch damit noch nicht genug: Es ist möglich mit seinem Avatar (der Spielfigur in Second Life) eine virtuelle Wallfahrt nach Mekka zu machen, die Hajj (حج). Dabei werden dem Besucher an jeder Station der Wallfahrt Hintergrundinformationen gegeben. Das ist nichts prinzipiell Neues gegenüber einer Seite aus dem klassischen Web 1.0. Was Second Life ermöglicht, ist, diese Informationen auch spielerisch umzusetzen und so für den Nutzer erfahrbar zu machen. Wenn es zum Beispiel zu Beginn der Hajj geboten ist, die traditionellen Waschung vorzunehmen, dann kann der Nutzer diese mit seinem Avatar durchführen. Wenn es geboten ist, das traditionelle Pilgergewand anzulegen, dann legt der Nutzer seinem Avatar das neue Gewand an. Dabei spielt der Umstand eine entscheidende Rolle dass die meisten Nutzer sich mit Ihrem Avatar identifizieren. Sie sagen nicht: „Mein Avatar war in Mekka, hat die Waschung vorgenommen und die Wallfahrt gemacht“, sondern: „Ich war in Mekka …“. Diese Identifizierung, die über die visuellen, akustischen und motorischen Inputs von Second Life möglich wird, generiert ein sehr realistisches Umfeld, macht Inhalte erfahrbar. Das ist die neue Qualität von Second Life: Inhalte, die vorher maximal multimedial aufbereitet werden konnten, können nun erfahrbar werden. Die Krönung der Möglichkeiten ist dann das Gespräch und der Austausch mit den anderen Besuchern in Second Life. Dieser Austausch kann über Chat aber auch über Voice Chat, also per Stimme, stattfinden. Wenn nun die anderen Religionen nur einen Teleport (ähnlich einem Mausklick) von der eigenen Kirche entfernt sind, dann wird der interkonfessionelle und interreligiöse Austausch in Second Life leicht ermöglicht. Aber auch die Darstellung der eigenen Religion bzw. Konfession wird durch Second Life bereichert, indem sie erfahrbar gemacht werden kann.

Ein Wort zu den Schattenseiten:

Phänomene wie etwa Vereinsamung oder Flucht in digitale Welten, der ganze Themenbereich Internetsucht darf sicherlich bei der Diskussion nicht aus dem Blick verloren werden – Wo Licht ist, da ist auch Schatten. Dieser Schatten darf aber nicht den klaren Blick auf die Chancen trüben. Selbst wenn einige Internetnutzer sich in den 3D-Welten zu verlieren drohen – ist es dann nicht gerade die Pflicht der Kirche hier präsent zu sein und Kontakt zu den Menschen zu suchen? Ist es dann nicht eine Chance, dass es solche virtuelle Welten gibt, in der man die Menschen ansprechen kann, die sich in Ihrer Einsamkeit hierhinein verirren oder flüchten? Eine theologische Parallele zur Karsamstagstheologie bei Hans Urs von Balthasar ist hier spürbar.

Doch solche Problemfälle in 3D-Welten dürften eher die Ausnahme sein: Nie-mand käme schließlich auf die Idee, das Autofahren prinzipiell in Frage zu stel-len, auch wenn weltweit jährlich 1,2 Millionen Menschen an den Folgen des Straßenverkehrs sterben. Und der Prozentsatz an durch das Internet geschädigten Personen dürfte prozentual unter dem der durch den Straßenverkehr beeinflussten Menschen liegen. Ein weiteres Skandalon: Der Begriff „virtuell“ wird in solchen Diskussionen zu oft als Abwertung gegenüber einer vermeintlichen Realität gesehen. Diese Unterscheidung zwischen virtuell und real ist in Bezug auf die Diskussion von Chancen und Gefahren der 3D-Welten kritisch zu sehen: Um es mit den Worten eines aktiven Internetpfarrers zu sagen: „Bin ich virtuell, wenn ich auf die Tastatur tippe und real, wenn ich den Kaffee daneben trinke?“ oder mit den Worten eines Nutzer von Second Life: „Wir sprechen nicht von real und virtuell, sondern von first und second life um zu verdeutlichen, dass es zwei Aspekte eines Lebens sind.“

Ein anderer Einwand gegen Second Life ist treffender: Second Life und andere 3D-Welten sind noch ein Randphänomen. Auf diese Problematik angesprochen, zeichnet der Entwickler von Second Life, Philip Rosedale, gerne eine Parallele zum Aufkommen des Web (WWW) Anfang der 90er Jahre: So wie damals - als Google aufkam und kaum jemand es genutzt hat, weil wenige das Potential erkannten - so ist es - laut Rosedale - zur Zeit mit den 3D-Welten im Internet: Der Mainstream hat noch nicht das Potential erkannt, was in diesen 3D-Welten steckt. Anwendungen wie etwa die virtuelle Hajj, das WWF Regenwaldprojekt oder der Nachbau von Guantanamo Bay geben diesen Worten Plausibilität. Nach einer aktuellen Studie von Fittkau & Maaß nutzt nur etwa jeder 100. deutsche Internetnutzer Second Life. Nach einer Studie von Gartner hingegen werden im Jahr 2012 80% der Internetnutzer ein Second Life haben, wobei es nicht notwendig in Second Life sein muss, sondern auch eine andere 3D Welt sein kann. Wahrscheinlich wird die Wahrheit irgendwo dazwischen liegen. Was allerdings sehr für den Bedeutungszuwachs der 3D-Welten spricht ist die technische Entwicklung. Zur Zeit sind Second Life u.a. Programme noch sehr fehleranfällig und stellen die aktuelle Hardware auf eine hohe Belastungsprobe. Es bedarf noch des Herunterladens einer Client-Software, woran viele Nutzer schon scheitern. Doch die technische Ausstattung der Haushalte wird besser, die Software wird weiterentwickelt und vielleicht bald schon komplett über den Browser bedienbar sein. Insgesamt sind dies alles Indikatoren dafür, dass mehr Internetnutzer 3D-Welten betreten können und werden.
Ein nicht zu unterschätzendes Problem liegt in dem nötigen Personal- und Zeitaufwand um in Second Life aktiv zu sein. Computerbasierte Kommunikation ist zeitintensiv. Dies bestätigt auch der ev. Pfarrer Heino Masemann, der in Second Life als Seelsorger aktiv ist. Und hierbei ist dann eine dritte Parallele zum first life gefunden: Ehrenamtliche Laien sind unentbehrlich um der Kirche ein Gesicht im Second Life zu geben.

Fazit: Große Chancen, gerade im interreligiösen und -konfessionellen Dialog:

Als Orientierungsgeber wird eine offizielle Repräsentanz der Kirche in Second Life dringend benötigt. Die Chancen sind - gerade für den interreligiösen Dialog - zu groß, um sie ungenutzt verstreichen zu lassen. Ein virtueller Jakobsweg in Second Life – oder ein Kreuzweg wären für viele Internetnutzer neue Zugangsmöglichkeiten zu den Schatzkammern des Glaubens und Anlass für Auseinandersetzung mit dem eigenen Glauben. Doch wer nicht präsent ist, kann auch kein Profil zeigen.

Da das Web vor kurzem 15 jährigen Geburtstag feierte, scheint ein Vergleich angebracht: Vergleicht man Second Life (als Repräsentant des Phänomens 3D-Internet) mit der Entwicklung des Web, dann ist es noch sehr jung. Gerade mal 5 Jahre ist Second Life alt. Wenn man zurückschaut, welchen Entwicklungsstand das Web im Alter von 5 Jahren, also im Jahre 1998, hatte, darf man gespannt sein, was sich noch alles an Entwicklungen in Second Life ergeben wird. Die ersten spannenden und vielversprechenden Anwendungsmöglichkeiten von Second Life werden gerade erst entwickelt. Für eine Kirche, die missionarisch ist und die darauf aus ist, die frohe Botschaft zu verkünden, bieten sich hier große Chancen.

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Be(UN)ruhigendes von der Buchmesse

Samstag 13. Oktober 2007 von admin

Nach zwei Tagen auf der Buchmesse habe ich höchsten Respekt vor Ausstellern, die die gesamten 5 Tage überstehen :-). Zwei interessante Erfahrungen will ich mitteilen:

Vernetzung: Was macht Ihr denn so?

Das E-learning Forum am Freitag Vormittag auf dem Forum Innovation hat bei mir einen gemischten Eindruck hinterlassen: Es wurden u.a. E-Learning Konzepte der Unis in Wien, Darmstadt (TU) und Stuttgart vorgestellt. Allesamt höchst spannend (und im Falle Stuttgarts auch mit dem Medida Preis ausgezeichnet), allerdings war das Fazit der - leider zu kurzen - Diskussionsrunde:

An vielen Ecken in Deutschalnd wird an den Unis in Sachen E-Learning sehr viel bewegt, aber die Vernetzung und Informationsabdeckung untereinander ist deutlich optimierbar. Tauscht man in diesem Satz “an den Unis” mit “in der kath. Kirche” aus, stimmt der Satz immer noch ;-) Das beruhigt ja irgendwie, dass fehlende Vernetzung nicht ein kircheninternes Internetproblem ist, andererseits ruft es die Frage hervor, woran das liegt. Denn genau zu diesem Zweck wurde das Internet ja aus der Taufe gehoben…

Inhaltserschliessung durch Nutzer

Eine sehr interessante Session der DGI Online-Tagung zum Thema Web 2.0 durfte ich am Donnerstag besuchen. Herr Lüth von EconBiz stelle ein interessantes Projekt zum Thema Social Bookmarking vor: Inhaltserschliessung durch Nutzer: EconBiz - Virtuelle Fachbibliothek Wirtschaftswissenschaften - hat ca. 8000 Quellen in einen Social Bookmarking Dienst (del.ico.us) eingespeist und geschaut wie die User darauf reagieren. Die Erkenntnis ist, das (ich weiss die genaue Zahl leider nicht mehr) nur wenige Quellen (Links) dadurch erstindiziert wurden und auch nachgenutzt wurden. Der Vortrag ist in einer leicht abgewandelten Version aus dem März 2003 online hier abrufbar.

Mein großes Dank richtet sich an die beiden Veranstalter,

Forum Zeitschriften GeSIG e. V.:
http://www.gesig.org/

DGI Deutsche Gesellschaft für Informationswissenschaft und Informationspraxis e.V.
http://www.dgi-info.de/

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Töne aus einer Paralellwelt - Second Life Radio

Mittwoch 10. Oktober 2007 von admin

Vielleicht kennen Sie Screamer Radio? Es ist eine kostenlose kleine Software, mit der man Radio übers Internet hören kann. Die Sender sind nach Sparten oder auch Ländern sortiert.
Seit gestern erscheint bei der Auswahl nach Ländern ein neues, vielen noch unbekanntes Land: Second Life. Zwar gibt es dort erst einen Radio Sender, der über Screamer Radio zu empfangen ist, “Iries Rocker Radio”, aber ich war schon etwas erstaunt über dieses Entwicklung.
Sie zeigt m.E. aber, dass Second Life sich ständig weiterentwickelt und keine Eintagsfliege ist.

PS: Screamer Radio können Sie hier kostenlos herunterladen.

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Jugend im Netz macht mit — Studie—

Dienstag 9. Oktober 2007 von admin

Eine neue Studie des medienpädagogischen Forschungsverbands Südwest in einer Vorabankündigung:

Fast jeder 3. Junge

und jedes 5. Mädchen

stellt mehrmals pro Woche eigenes Datenmaterial (Videos, Bilder, Texte etc.) ins Internet.
Dabei werden als Lieblingsseiten der Jugendlichen (12-19 Jahre) viele Web2.0 Seiten genannt. Dort allerdings machen deutlich weniger mit als im gesamten Internet: 3/5 sind auf diesen Seiten nur passive Zuschauer (wikipedia, youtube, etc.)

Auch interessant: 2/3 besitzen einen Laptop.

Nähere Informationen gibt es hier: http://www.mpfs.de/

Eine pastorale Strategie ohne Einbeziehung des Internets erscheint mir immer abwegiger!
Was denken Sie?

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Lesetipp: Die Regeln des Web - online

Samstag 6. Oktober 2007 von admin

Eine sehr interessante Kolumne in der Sueddeutschen:

Die Regeln des Web - jeden Mittwoch

und noch was zum Schmunzlen - wenn es nicht so unglaublich ernst wäre… aber entscheiden Sie selbst: «Ich habe Gott sei Dank Leute, die für mich das Internet bedienen.» - wer sagt das? Der hier: Michael Glos, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, im März 2007. [Quelle: http://medienlese.com/ (Videobei Handelsblatt)

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Das Ende der “Walled garden” ? - Googles Überraschung im November!

Freitag 5. Oktober 2007 von admin

Ich lese in der Sueddeutschen etwas sehr Interessantes:

“Kurz zuvor war bekannt geworden, dass der Suchmaschinen- und Werbegigant aus Kalifornien Anfang November eine Art Baukasten mit Software vorstellen will, die es Nutzern erlauben soll, ihre persönlichen Daten und Freundeslisten von Netzwerk-Seiten wie Facebook zu exportieren und in andere Netzwerke einzufügen. Dieser offene Ansatz soll offenbar die klare Vormachtstellung von Facebook erschüttern.”
Zitat aus der Sueddeutschen vom 25.09.2007
online: http://www.sueddeutsche.de/computer/artikel/971/134714/

Bekannt ist das Problem, dass ich immer in jeder Community ein Profil anlegen muss, unter dem Namen “Walled garden” - also Gärten mit hohen Mauern drum herum. Wenn google jetzt einen Weg findet, ein Community-übergreifendes Profil im Internet zu schaffen, ist das ein großer Marktvorteil für google. Es ist auch der nächste logische Schritt in der Entwicklung des Internets. Ich werde hier berichten, sobald es neues darüber gibt.

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Virtuell durch die Welt: Avatare in Google Earth?

Mittwoch 3. Oktober 2007 von admin

Die Zeitungen und Blogs bringen z.Zt. ein interessantes Gerücht:
Google überlegt scheinbar ein Projekt mit dem Arbeitstitel “MyWolrd”. D.h. in Kürze könnte es eventuell möglich sein mit 3D Avataren durch google earth zu wandern, sich zu treffen - vielleicht sogar zum VoiceChat.
Das wäre doch eine wirklich brauchbare Weiterentwicklung. Dazu mehr Infos hier:

Der Artikel der Zeitung derStandard
Sueddeutsche

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YouTube und Glaubensverkündigung

Dienstag 2. Oktober 2007 von admin

YouTube genießt scheinbar bei vielen Kirchenmitarbeitern und Kirchenmitgliedern ein zweifelhaftes Ansehen: Die Kinder haben da so Ihren Spass mit Ihren Videos, aber außer Albernheiten und potentiell gefährlichem Inhalt findet sich bei YouTube nichts wirklich Werthaftes?!

Weit gefehlt!

YouTube ist mehr: Die Kampagne “Praise the lord”, auf die der Spiegel in einem interessanten Hintergrundbericht aufmerksam macht, ist z.B. äußerst spannend.

Pastoraltheologisch betrachtet ist es die konsequente Umsetzung des Prinzips “Eine Botschaft braucht Boten” - das ist der Kern des Evangeliums. Was ist hier bei YouTube geschehen? Ein Mann stellt ein Video in YouTube ein, in dem er dazu aufruft, die ultimative Gotteslästerung zu begehen. Als Gegenreaktion starten Gläubige die Videokampagne “Praise the Lord” - sogar im Fernsehen wird darüber berichtet.

Allein das Video von Chelsea (siehe unten) zeigt, das YouTube nicht in die Ecke der belanglosen Spassseite gedrängt werden kann - im Gegenteil: Hier wartet großes Potential auf seine Entdeckung durch die in der Kirche engagierten Mitglieder.

Dazu passend die neuen Zahlen der ARD/ZDF Online Studie in Bezug auf YouTube: Nutzung von Videoportalen wie YouTube bei den 14-19 Jährigen: 69 % :: 19-29 Jährige: 56 %

Einen sehr gelungenen Ansatz finde ich die Aktion des Haus am Doms in Frankfurt, die mit Frau Toepfer einen eigenen YouTube Chanel gestartet haben - mit großem Erfolg. Weitere solche Initiativen sind wünschenswert.

Auf die FDP, die ebenfalls Ihren Chanel in YouTube gestartet hat kann ich persönlich allerdings verzichten ;-), aber es ist ein gutes Vorbild!

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Die Jugend ist im Netz erreichbar

Dienstag 11. September 2007 von admin

Die neueste ARD ZDF Online Studie belegt es sehr deutlich: Die Jugendlichen nutzen Kommunikation über das Internet intensiv. Hier muss Kirche aktiv sein!

14 bis 19-jährige: 68% nutzen wöchentlich Foren und Chats .

  • 2001: 40%
  • 2002: 59%
  • 2003: 47%
  • 2004: 45%
  • 2005: 38%
  • 2006: 59%
  • 2007: 68%

Weitere Egebnisse zusammengefasst: Pressemeldung und Studie im Volltext

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Web 2.0 - Serie :: Teil1 :: Twitter.com

Mittwoch 20. Juni 2007 von admin


Kopfschütteln garantiert…

Heute stelle Ich in der neuen Serie über das Web 2.0 einen Dienst vor, der Kopfschütteln hervorruft - garantiert: Twitter.com ist eine Seite der Kategorie Micro-Blogging. Das ist nicht anderes als Nachrichten schreiben im SMS Format. Die Nachrichten haben einen maximale Länge von 140 Zeichen und werden nicht wie bei einer SMS an einen anderen Empfänger gesendet, sondern an twitter.com, wo jeder Nutzer sie dann öffentlich lesen kann.
Eingesendet werden können die Nachrichten per Tel. (SMS), IM (Instant Messenger) oder per Internet.

Eine einzige Frage: Was tue ich gerade?

Nutzer von Twitter beantworten die einfache Frage: Was tue ich gerade? Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, die Nachrichten von bestimmten Nutzern zu abonnieren und so immer auf dem Laufenden zu sein, was die Freunde gerade so unternehmen - oder auch nicht, denn die meisten Nachrichten sind absolut langweilig und vollkommen uninteressant… nach dem Motto: Habe gerade nichts auf der Arbeit zu tun und schreibe bei Twitter…

Bürgerrechtler und Politiker nutzen twitter

Worin kann der Nutzen von twitter und co liegen? Neben einige Ex-Big Brother “Schauspielern”, die twitter für Ihre PR in eigener Sache nutzen, gibt es auch einen Politiker, der sich über twitter ein persönlichen Touch geben möchte. Das Berliner Weblog «Spree8 – Nachrichten vom Zaun« ermöglichte es den Demonstranten vor Ort, per SMS Eindrücke an die Website zu senden. Ziel war es, den Bürgerjournalismus zu fördern.

Fazit: Interessante Vernetzung von Handy und Internet

Mag auch 80% des Ge-twitters belangloses Gerausche sein, interessant bleibt der Dienst, denn er ist eine interessante Kombination von Web2.0 und Real-Life. Vor allem die jüngere Generation nutzt Handy vermehrt. Ich stelle mir eine Jugendgruppe vor, die nach Sydney 2008 auf den Weltjugendtag fährt und per Handy die Pfarreiseite (oder KJG-Seite) über einen solchen Dienst zeitnah mit den aktuellen Reiseinformationen und Erlebnissen versorgt. Ein spannendes Szenario?!

Kurzcheck Twitter:

Kategorie:
Micro-Blogging / Mobile Social Software
Behandelt in:

Serie Web 2.0 - Teil 1
URL:

www.twitter.com
Art:

Website
Klone:
texteln.de
www.plappadu.com
wamadu.de
www.frazr.com.de
Weitere Infos:
Artikel in der Netzeitung vom 20.06.2007

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