Papst: Priester sollen bloggen!
Dienstag 26. Januar 2010 von admin
Der Vatikan forciert seine Internet und Web 2.0 Kampagne, wie dieser Artikel zeigt: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,673651,00.html
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Dienstag 26. Januar 2010 von admin
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Freitag 15. Januar 2010 von admin
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Heute auf dem Honnefer Forum für Öffentlichkeitsarbeit habe ich versucht ein Abstract meiner 5 Jahre Erfahrung mit dem Einsatz von Web 2.0 im kirchlichen Bereich zu geben. Alles auf einer Grafik.
Dabei ist es immer deutlicher geworden, dass wir beim Thema Web 2.0 nicht über Techniken sprechen, sondern über anthropologische und theologische Aspekte. Das klassische Sender-Empfänger Modell ist uns so in die Wiege gelegt, wir müssen es aber verlassen und schauen, wie Glaubenskommunikation gelingt - denn das unterscheidet uns von der Telekom und anderen: Durch das persönliche Zeugnis einzelner, aus der je eigenen Peer-Group.
Die Firmen haben das schon im Bereich der Unternehmen lange erkannt und präfen den Begriff des Prosumenten, d.h die Firma produziert nicht mehr ein Produkt für die verschiedenen Zielgruppen, sondern bindet die Kunden direkt als Produzenten und Ideenegeber mit ein in den Prozeß. Das ist auch die Chance für die Kirche: Sie kann dabei unterstützen, das die Mitglieder in der digitalen Welt zu Glaubenszeugen werden und zur Matyria befähigt werden . Wie? Indem Sie die Charismen identifiziert. In den Communities bilden sich viele relgiöse Gruppen. Diese werden (zumeist) gegründet von Jugendlichen, die ein Charisma haben, eine Gabe - technisch aber auch die Gabe Menschen um sich zu scharen und für ein Thema zu gewinnen. Diese Entwicklung sollte gefördert und unterstützt werden.
Das beginnt damit, dass in vielen Bistümern der Zugang von Bistumsrechnern zu StudiVZ und anderen COmmunities nicht möglich ist. Ein ganz basale Angelegenheit: Auf dem Areopag, zu dem ich keinen Zutritt habe, kann ich nicht wirken. So sind denn auch viele pastorale Mitarbeiter vor das Problem gestellt, dass sie für die Jugendarbeit eigentlich den Zugang zu diesen Communities bräuchten, weil dort die Jugendlichen präsent sind, aber es von der Bistumsseite her nicht möglich ist.
Ein weiterer Punkt ist, dass die Arbeit mit den MCKinseys und Co uns als Kirche absorbiert. Die Zielgruppendebatte überlagert die Diskussion. Vielleicht ist dies irreführend: Bei der Zersplitterung der Gesellschaft in 10 Milieus ist es nicht möglich, 10 zielgruppenspezifische Ansprachen zu machen, es überlastet. Wir haben in der Kirche seit lange, seit Beginn, den Begriff der Charismen. Das Web 2.0 ermöglicht es uns, diese Charismen in Form von Personen auszumachen und zu unterstützen. Statt - Web 1.0 mäßig - die Zielgruppen anzugehen, geht es darum, die Charismen der unterschiedlichen Menschen zu fördern. Die Menschen an der pastoralen Front: Ehrenamtliche, Hauptamtliche, Firmkatecheten. Die Frage ist doch die: Wo können die Web 2.0 Tools einen bestehenden Zustand effektiver und attraktiver zu machen. Und das ist da wo Kirche passiert: Und das ist vor allem in den kleinen Gruppen vor Ort, Messdiener, Firmlinge, Jugendarbeit, Eine-Welt-Arbeit. Diese Arbeit vor Ort kann durch Wikis, Blogs, etc. sinnvoll und zeitsparend unterstützt werden. Wichtig ist, dass Jugendlichen aus der Generation der digital natives eingebunden werden. Pro-sumenten werden.
Wir sollten nicht Angebote für … machen, sondern mit - das ist die Botschaft des Web 2.0 - und die Chance!
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Dienstag 22. September 2009 von admin
Heute mal etwas weniger Inter-nettisches: Früher habe ich sehr gerne mit dem Diaprojektor Bilder an die gegenüberliegende Hauswand meines Zimmers projiziert. Die Größe war beeindruckend. Umso mehr war ich angetan von einer Aktion, welche die Video-Künstlerin Sonja Töpfer unlängst in Kelklheim veranstaltete. Sie projezierte ein Filmgebet mit dem Titel vonorten an die äußere Kirchenwand. Beeindruckend.
Ich musste daran denken, wie auch heute noch oftmals die Kirchen in den Dörfern im Mittelpunkt stehen. Abends sogar teilweise angestrahlt und weithin sichtbar. Ich finde solche Aktionen wie die in Kelkheim bieten der Kirche die Möglichkeit heute wieder auf sich aufmerksam zu machen. Zur Nachahmung empfohlen.
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Mittwoch 1. Juli 2009 von admin
Nachdem meine Serie Religion in Second Life lange geruht hat, geht es nun mit einem Erlebnisbericht über den Islam in SL weiter. Dazu mein Beitrag auf dem Blog des Projektes www.kirche-in-virtuellen-Welten.de
http://georgskirche.blogspot.com/2009/06/as-salamu-alaikum-oder-ich-bin-mal-eben.html
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Montag 2. März 2009 von admin
… das war der Titel einer Veranstaltung der Universität Frankfurt. Nun sind die Audiofiles der Vorträge online. Spannend was es alles da zu hören (und sehen) gibt - vor allem die VHS Goslar begeistert - und mein Kollege Andre Boeing inspiriert wieder einmal! http://www.megadigitale.uni-frankfurt.de/events/SL2008/index.html
19. Januar 2009, 10-17 Uhr, Goethe-Universität Frankfurt/Main, Campus Westend Casino, Raum 1.801
Durch Technologieanbieter wie Linden Lab und dem Produkt Second Life aber auch Spielwelten wie World of Warcraft wird es zunehmend einfacher 3D-Szenarien zu eigenen Zwecken zu nutzen und zu entwickeln. Nachdem die virtuelle Welt Second Life ihren ersten Einbruch erlebte was die kommerzielle Nutzung anbelangt, versuchen immer mehr Weiterbildungsunternehmen die Möglichkeiten von Second Life auszuloten. Laut Eduserve, beschäftigen sich bereits über 80 Prozent der Schulen und Hochschulen mit solchen Einsatzszenarien. Das Fachforum beleuchtete den Stand der Erprobung und der Diskussion zum Einsatz vom Second Life aber auch anderer 3D-Welten im Weiterbildungskontext deutscher Bildungsanbieter.
Eine persönliche Notiz: Durch meinen Umzug ist leider etwas Verzug ins virtuelle Dasein gekommen, ich hoffe diesen nun aufarbeiten zu können.
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Mittwoch 29. Oktober 2008 von admin
Endlich: Die katholische Kirche ist ab dem 1.11 offiziell in Seond Life vertreten. Das Erzbistum Freiburg wagt den Schritt.
Am 1.11 wird es unter http://slurl.com/secondlife/Arae/228/91/28 von 21-24 Uhr ein Programm geben. Sie werden mich dort als Yoda Shamroy finden.
Im Rahmen des Projekt “Kirche in virtuellen Welten” vom Erzbischöflichen Seelsorgeamt Freiburg wird eine eigene kirchliche Präsenz in “Second Life” aufgebaut mit Möglichkeiten zu Begegnung und Gespräch, mit Wortgottesdiensten und Gebetszeiten, mit Bildungs- und Informationsangeboten. Die Professur für Religionspädagogik und Mediendidaktik der Universität Frankfurt ist Kooperationspartner.
Der offizielle Start des Projektes ist am 01.11.2008. Von 21 Uhr bis 24 Uhr wird es auf dem Projektgelände in Second Life ein Programm und Möglichkeit zur Begegnung geben. Alle Interessierten sind auch über diesen Termin hinaus herzlich eingeladen: http://slurl.com/secondlife/Arae/228/91/28 (Wenn Sie Second Life installiert haben und das Programm gestartet haben, kommen Sie durch das Anklicken des Links direkt zum Projektgelände)
Weitere Informationen zum Projekt gibt es unter http://www.kirche-in-virtuellen-welten.de. In dem Video erhalten Sie einen audiovisuellen Eindruck des Projektgeländes in Second Life:
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Freitag 23. Mai 2008 von admin
Second Life beherbergt ein facettenreiches religiöses Leben. Ich bin diesem nachgegangen, habe Pfarrer, Wissenschaftler und Nutzer interviewt, um dem Phänomen Religion in Second Life auf die Spur zu kommen. Auf dem Katholikentag 2008 war ich bei dem Fachpodium geladen über Kirche in Second Life zu sprechen: Mehr Chancen? - mehr Gefahren?
Ist Second Life überhaupt noch ein Thema? - Wie ein Spiegelautor kürzlich treffend schrieb: “Man kann “Second Life” je nach Außentemperatur hoch- und niederschreiben, ohne das Phänomen auch nur in Ansätzen begriffen zu haben.” Da ich mit meiner Serie dem Verständnis dienen will - ohne große Worte nun zur Tat: Der erste Teil ist ein Artikel der das Phänomen Religion in Second Life aus Sicht der Theologie beleuchtet:
[Diese PDF-Datei enthält erstmals eine Übersicht über religiöse Stätten in Second Life. Bitte laden Sie sich die PDF bei Interesse herunter]
Für die Kirche im Zweiten Leben: Ein Plädoyer
Second Life ist eine der bekanntesten 3D-Welten im Internet – Nutzer aus aller Welt interagieren in diesem „virtuellen“ Raum. Obwohl es noch keine offizielle Aktivität der Kirche gibt, blüht das religiöse Leben in Second Life: Es werden Bibelgespräche geführt, die Komplet wird gebetet, interreligiöse Foren werden abgehalten, Gottesdienste gefeiert, Klöster und Kirchen errichtet.
An Second Life zeigt sich ein Phänomen sehr deutlich: Wo Menschen sich treffen, entsteht ein Bedürfnis nach Religiosität. Bereits die Gründung der ersten Internetkirche im Web, Sankt Bonifatius in Funcity, ist auf die Initiative der Nutzer zurückzuführen. Das Aufkommen der religiösen Aktivitäten in Second Life ist ein weiterer Beleg für die Absage an eine Theorie der Säkularisierung, nach der das Religiöse aus der Gesellschaft verschwindet.
Religion in Second Life orientiert sich am realen Leben:
In Second Life begegnet das Religiöse – in allen seiner Formen und Schattierungen. Das Institut für Religionswissenschaft der Universität Heidelberg erforscht mit einem eigenen Projekt religiöse Phänomene in Second Life. Dabei stellen die Forscher fest, dass Rituale aus dem realen Leben auch ins Second Life übertragen werden. Es kommt also nicht zur Entstehung von neuen Ritualformen in 3D-Welten wie Second Life. Second Life koppelt sich also nicht von der „realen“ Welt ab. Und auch ein anderer Prozess ist sehr analog zum „First Life“: Die Gruppenbildung. Wo Menschen zusammenkommen, bilden Sie Gemeinschaften. In Second Life bilden sich Gruppen von Christen, die untereinander ein dichtes Informationsnetzwerk flechten. Sie bauen Kirchen, Klöster und Gemeinschaftsräume in Second Life und begehen liturgische Bezüge und tauschen sich aus. Nicht nur der Kölner Dom ist in Second Life präsent, sondern auch der Jerusalemer Tempel oder das Benediktkloster und an weiteren Projekten dürfte fleißig gearbeitet werden. Kleine Religionsgemeinschaften und große Religionen – sie alle sind vertreten.
Eine neue Qualität der Begegnung: Erfahrbarkeit
Was Second Life so interessant macht, ist die neue Qualität der interreligiösen Begegnungen. Beispielsweise hat die Plattform www.islam-online.net eine vir-tuelle Kopie von Mekka erstellt. Auch Nicht-Muslime können Sie besuchen. Doch damit noch nicht genug: Es ist möglich mit seinem Avatar (der Spielfigur in Second Life) eine virtuelle Wallfahrt nach Mekka zu machen, die Hajj (حج). Dabei werden dem Besucher an jeder Station der Wallfahrt Hintergrundinformationen gegeben. Das ist nichts prinzipiell Neues gegenüber einer Seite aus dem klassischen Web 1.0. Was Second Life ermöglicht, ist, diese Informationen auch spielerisch umzusetzen und so für den Nutzer erfahrbar zu machen. Wenn es zum Beispiel zu Beginn der Hajj geboten ist, die traditionellen Waschung vorzunehmen, dann kann der Nutzer diese mit seinem Avatar durchführen. Wenn es geboten ist, das traditionelle Pilgergewand anzulegen, dann legt der Nutzer seinem Avatar das neue Gewand an. Dabei spielt der Umstand eine entscheidende Rolle dass die meisten Nutzer sich mit Ihrem Avatar identifizieren. Sie sagen nicht: „Mein Avatar war in Mekka, hat die Waschung vorgenommen und die Wallfahrt gemacht“, sondern: „Ich war in Mekka …“. Diese Identifizierung, die über die visuellen, akustischen und motorischen Inputs von Second Life möglich wird, generiert ein sehr realistisches Umfeld, macht Inhalte erfahrbar. Das ist die neue Qualität von Second Life: Inhalte, die vorher maximal multimedial aufbereitet werden konnten, können nun erfahrbar werden. Die Krönung der Möglichkeiten ist dann das Gespräch und der Austausch mit den anderen Besuchern in Second Life. Dieser Austausch kann über Chat aber auch über Voice Chat, also per Stimme, stattfinden. Wenn nun die anderen Religionen nur einen Teleport (ähnlich einem Mausklick) von der eigenen Kirche entfernt sind, dann wird der interkonfessionelle und interreligiöse Austausch in Second Life leicht ermöglicht. Aber auch die Darstellung der eigenen Religion bzw. Konfession wird durch Second Life bereichert, indem sie erfahrbar gemacht werden kann.
Ein Wort zu den Schattenseiten:
Phänomene wie etwa Vereinsamung oder Flucht in digitale Welten, der ganze Themenbereich Internetsucht darf sicherlich bei der Diskussion nicht aus dem Blick verloren werden – Wo Licht ist, da ist auch Schatten. Dieser Schatten darf aber nicht den klaren Blick auf die Chancen trüben. Selbst wenn einige Internetnutzer sich in den 3D-Welten zu verlieren drohen – ist es dann nicht gerade die Pflicht der Kirche hier präsent zu sein und Kontakt zu den Menschen zu suchen? Ist es dann nicht eine Chance, dass es solche virtuelle Welten gibt, in der man die Menschen ansprechen kann, die sich in Ihrer Einsamkeit hierhinein verirren oder flüchten? Eine theologische Parallele zur Karsamstagstheologie bei Hans Urs von Balthasar ist hier spürbar.
Doch solche Problemfälle in 3D-Welten dürften eher die Ausnahme sein: Nie-mand käme schließlich auf die Idee, das Autofahren prinzipiell in Frage zu stel-len, auch wenn weltweit jährlich 1,2 Millionen Menschen an den Folgen des Straßenverkehrs sterben. Und der Prozentsatz an durch das Internet geschädigten Personen dürfte prozentual unter dem der durch den Straßenverkehr beeinflussten Menschen liegen. Ein weiteres Skandalon: Der Begriff „virtuell“ wird in solchen Diskussionen zu oft als Abwertung gegenüber einer vermeintlichen Realität gesehen. Diese Unterscheidung zwischen virtuell und real ist in Bezug auf die Diskussion von Chancen und Gefahren der 3D-Welten kritisch zu sehen: Um es mit den Worten eines aktiven Internetpfarrers zu sagen: „Bin ich virtuell, wenn ich auf die Tastatur tippe und real, wenn ich den Kaffee daneben trinke?“ oder mit den Worten eines Nutzer von Second Life: „Wir sprechen nicht von real und virtuell, sondern von first und second life um zu verdeutlichen, dass es zwei Aspekte eines Lebens sind.“
Ein anderer Einwand gegen Second Life ist treffender: Second Life und andere 3D-Welten sind noch ein Randphänomen. Auf diese Problematik angesprochen, zeichnet der Entwickler von Second Life, Philip Rosedale, gerne eine Parallele zum Aufkommen des Web (WWW) Anfang der 90er Jahre: So wie damals - als Google aufkam und kaum jemand es genutzt hat, weil wenige das Potential erkannten - so ist es - laut Rosedale - zur Zeit mit den 3D-Welten im Internet: Der Mainstream hat noch nicht das Potential erkannt, was in diesen 3D-Welten steckt. Anwendungen wie etwa die virtuelle Hajj, das WWF Regenwaldprojekt oder der Nachbau von Guantanamo Bay geben diesen Worten Plausibilität. Nach einer aktuellen Studie von Fittkau & Maaß nutzt nur etwa jeder 100. deutsche Internetnutzer Second Life. Nach einer Studie von Gartner hingegen werden im Jahr 2012 80% der Internetnutzer ein Second Life haben, wobei es nicht notwendig in Second Life sein muss, sondern auch eine andere 3D Welt sein kann. Wahrscheinlich wird die Wahrheit irgendwo dazwischen liegen. Was allerdings sehr für den Bedeutungszuwachs der 3D-Welten spricht ist die technische Entwicklung. Zur Zeit sind Second Life u.a. Programme noch sehr fehleranfällig und stellen die aktuelle Hardware auf eine hohe Belastungsprobe. Es bedarf noch des Herunterladens einer Client-Software, woran viele Nutzer schon scheitern. Doch die technische Ausstattung der Haushalte wird besser, die Software wird weiterentwickelt und vielleicht bald schon komplett über den Browser bedienbar sein. Insgesamt sind dies alles Indikatoren dafür, dass mehr Internetnutzer 3D-Welten betreten können und werden.
Ein nicht zu unterschätzendes Problem liegt in dem nötigen Personal- und Zeitaufwand um in Second Life aktiv zu sein. Computerbasierte Kommunikation ist zeitintensiv. Dies bestätigt auch der ev. Pfarrer Heino Masemann, der in Second Life als Seelsorger aktiv ist. Und hierbei ist dann eine dritte Parallele zum first life gefunden: Ehrenamtliche Laien sind unentbehrlich um der Kirche ein Gesicht im Second Life zu geben.
Fazit: Große Chancen, gerade im interreligiösen und -konfessionellen Dialog:
Als Orientierungsgeber wird eine offizielle Repräsentanz der Kirche in Second Life dringend benötigt. Die Chancen sind - gerade für den interreligiösen Dialog - zu groß, um sie ungenutzt verstreichen zu lassen. Ein virtueller Jakobsweg in Second Life – oder ein Kreuzweg wären für viele Internetnutzer neue Zugangsmöglichkeiten zu den Schatzkammern des Glaubens und Anlass für Auseinandersetzung mit dem eigenen Glauben. Doch wer nicht präsent ist, kann auch kein Profil zeigen.
Da das Web vor kurzem 15 jährigen Geburtstag feierte, scheint ein Vergleich angebracht: Vergleicht man Second Life (als Repräsentant des Phänomens 3D-Internet) mit der Entwicklung des Web, dann ist es noch sehr jung. Gerade mal 5 Jahre ist Second Life alt. Wenn man zurückschaut, welchen Entwicklungsstand das Web im Alter von 5 Jahren, also im Jahre 1998, hatte, darf man gespannt sein, was sich noch alles an Entwicklungen in Second Life ergeben wird. Die ersten spannenden und vielversprechenden Anwendungsmöglichkeiten von Second Life werden gerade erst entwickelt. Für eine Kirche, die missionarisch ist und die darauf aus ist, die frohe Botschaft zu verkünden, bieten sich hier große Chancen.
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Samstag 13. Oktober 2007 von admin
Nach zwei Tagen auf der Buchmesse habe ich höchsten Respekt vor Ausstellern, die die gesamten 5 Tage überstehen :-). Zwei interessante Erfahrungen will ich mitteilen:
Vernetzung: Was macht Ihr denn so?
Das E-learning Forum am Freitag Vormittag auf dem Forum Innovation hat bei mir einen gemischten Eindruck hinterlassen: Es wurden u.a. E-Learning Konzepte der Unis in Wien, Darmstadt (TU) und Stuttgart vorgestellt. Allesamt höchst spannend (und im Falle Stuttgarts auch mit dem Medida Preis ausgezeichnet), allerdings war das Fazit der - leider zu kurzen - Diskussionsrunde:
An vielen Ecken in Deutschalnd wird an den Unis in Sachen E-Learning sehr viel bewegt, aber die Vernetzung und Informationsabdeckung untereinander ist deutlich optimierbar. Tauscht man in diesem Satz “an den Unis” mit “in der kath. Kirche” aus, stimmt der Satz immer noch
Das beruhigt ja irgendwie, dass fehlende Vernetzung nicht ein kircheninternes Internetproblem ist, andererseits ruft es die Frage hervor, woran das liegt. Denn genau zu diesem Zweck wurde das Internet ja aus der Taufe gehoben…
Inhaltserschliessung durch Nutzer
Eine sehr interessante Session der DGI Online-Tagung zum Thema Web 2.0 durfte ich am Donnerstag besuchen. Herr Lüth von EconBiz stelle ein interessantes Projekt zum Thema Social Bookmarking vor: Inhaltserschliessung durch Nutzer: EconBiz - Virtuelle Fachbibliothek Wirtschaftswissenschaften - hat ca. 8000 Quellen in einen Social Bookmarking Dienst (del.ico.us) eingespeist und geschaut wie die User darauf reagieren. Die Erkenntnis ist, das (ich weiss die genaue Zahl leider nicht mehr) nur wenige Quellen (Links) dadurch erstindiziert wurden und auch nachgenutzt wurden. Der Vortrag ist in einer leicht abgewandelten Version aus dem März 2003 online hier abrufbar.
Mein großes Dank richtet sich an die beiden Veranstalter,
Forum Zeitschriften GeSIG e. V.:
http://www.gesig.org/
DGI Deutsche Gesellschaft für Informationswissenschaft und Informationspraxis e.V.
http://www.dgi-info.de/
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Mittwoch 10. Oktober 2007 von admin
Vielleicht kennen Sie Screamer Radio? Es ist eine kostenlose kleine Software, mit der man Radio übers Internet hören kann. Die Sender sind nach Sparten oder auch Ländern sortiert.
Seit gestern erscheint bei der Auswahl nach Ländern ein neues, vielen noch unbekanntes Land: Second Life. Zwar gibt es dort erst einen Radio Sender, der über Screamer Radio zu empfangen ist, “Iries Rocker Radio”, aber ich war schon etwas erstaunt über dieses Entwicklung.
Sie zeigt m.E. aber, dass Second Life sich ständig weiterentwickelt und keine Eintagsfliege ist.
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Dienstag 9. Oktober 2007 von admin
Eine neue Studie des medienpädagogischen Forschungsverbands Südwest in einer Vorabankündigung:
Fast jeder 3. Junge
und jedes 5. Mädchen
stellt mehrmals pro Woche eigenes Datenmaterial (Videos, Bilder, Texte etc.) ins Internet.
Dabei werden als Lieblingsseiten der Jugendlichen (12-19 Jahre) viele Web2.0 Seiten genannt. Dort allerdings machen deutlich weniger mit als im gesamten Internet: 3/5 sind auf diesen Seiten nur passive Zuschauer (wikipedia, youtube, etc.)
Auch interessant: 2/3 besitzen einen Laptop.
Nähere Informationen gibt es hier: http://www.mpfs.de/
Eine pastorale Strategie ohne Einbeziehung des Internets erscheint mir immer abwegiger!
Was denken Sie?
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