Barack Obama, das Internet und Netz-Neutralität

Mittwoch 24. September 2008 von


Nach einer langen Sommerpause geht dieser Blog nun in den stürmischen Herbst. Beginnen wir einmal mit dem US-Wahlkampf - aus Sichtweise der Netzinkulturation. Dieses Jahr sprach ich im Rahmen der Tagung “Internetökonomie und Ethik” im Franz Hitze Haus in Münster.

Während der Vorbereitung meines Tagungsbeitrages fiel mir damals auf, dass das brennenste Thema in Bezug auf Internet und Ethik die Netz-Neutralität* (engl. net-neutrality) ist.

Kurz gesagt meint das Prinzip der Netzneutralität, dass die Inhalte des Netzes universal zugänglich sind, dass es also keine unterschiedlichen Übertragungsgeschwindigkeiten für unterschiedliche Inhalte oder unterschiedliche Anbieter von Inhalten im Internet gibt. Der Erfinder des WWW, Tim Berners Lee, nennt dieses fundamentale Prinzip des Internets die “Universalität“.

Und genau dafür steht Barack Obama ein. Es ist gut, dass Obama dieses Thema im Wahlkampf bringt, denn das Internet ist als ganzes ein sehr junges, ein sehr gefährdetes Medium. Hoffen wir, das Obama gewinnt:

*Was ist Netz-Neutralität:

Dieser Beitrag wurde erstellt am Mittwoch 24. September 2008 um 18:31 und abgelegt unter net-neutrality. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

4 Kommentare über “Barack Obama, das Internet und Netz-Neutralität”

  1. Lukas Lindemann schrieb:

    Ich hoffe dass der Wunsch Obama moege gewinnen scherzhaft gemeint war. Senator Obama hat einen ungebrochenen traurigen Rekord im Senat in Bezug auf uneingeschraenkte Zulassung zur Abtreibung. Er befuerwortet unter anderem auch, falls das Baby eine Abtreibung ueberlebt und geboren wird, einfach so lange sich selbst zu ueberlassen bis es stirbt. Vielleicht ist es ja fuer einen Katholiken interessant, diese nicht unbedeutenden Details in Betracht zu ziehen. Natuerlich ist der Schutz der Internets wichtiger als menschliches Leben.

  2. admin schrieb:

    Hm… ja, die Äußerung Obama solle gewinnen war nur in Bezug auf seine Einstellung zum Internet gemeint. Das mit der Abtreibung ist natürlich nicht gut. Das “Er befuerwortet unter anderem auch, falls das Baby eine Abtreibung ueberlebt und geboren wird, einfach so lange sich selbst zu ueberlassen bis es stirbt.” kann ich ja gar nicht glauben - wo steht das denn?
    Jedenfalls muss ich mich doch nochmal erkundigen, wofür Obama noch so alles steht, sicher reicht der Schutz des Internets als Ziel nicht alleine aus. Gut das ich noch kein Kreuzchen gemacht habe und danke für den Kommentar.

  3. Lukas Lindemann schrieb:

    Eine gute Informationsquelle ist Priests for Life. Auf der Seite sind lueckenlos alle Abstimmungsergebnisse von Obama und Mc Cain in Senat und Kongress verzeichnet in Bezug auf Leben. Obama plant bei einem Wahlsieg auch die sogenannte “Partial Birth Abortion” wieder einzufuehren d.h., die Geburt wird eingeleitet und zum Zeitpunkt, wenn der Kopf noch im Mutterleib ist wird mit einer Spritze in den Nacken des Kindes das Leben ausgeloescht. Dies ist moeglich da das Kind so lange kein Recht auf Leben hat solange es eben noch partiell im Mutterleib ist. Rechtlich gesehen ist es erst ein Mensch, wenn es komplett den Geburtskanal verlassen hat.

  4. Jürgen Pelzer schrieb:

    Hallo Lukas,
    vielen Dank für den Link, der sicher auch für viele andere Leser die auf dieses Thema stoßen wichtig ist!

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